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Bücher der Trauer - Feinde Grimoire

I: Räuber

I: Räuber 5

Vers 1:1 — Räuber

Räuber und Gefahren —
Für die Ewigkeit geschnitzt von Xi Ro —
Dritte überlebende Schwester der letzten Brut des Osmium-Königs —

EINE STURMWOLKE. Eine Sturmwolke ist eine lebendige Wolke. Wenn sie über unseren Kontinent zieht, senkt sie ihre Tentakel zur Nahrungsaufnahme. An jedem Fangarm sind KÖDERSTERNE. Obwohl Licht glücklich macht, sollte man es meiden. Man wird gefressen.

Eine Sturmwolke ist für alte Personen eine gute Art zu sterben. Außerdem können tapfere Ritter die Ködersterne von den Tentakeln abschneiden. Ich habe sechs!

FALLEN. Wenn man vom Rand des Kontinents herunterfällt, stirbt man im Ozean! Das ist eine besondere Gefahr, wenn unser Vater, der Osmium-König, die Antriebe benutzt.

HELIUMTRINKER. Die Strömungen des Fundament-Ozeans bringen uns in die Nähe anderer Kontinente. Der Heliumhof ist jetzt in unserer Nähe. Sie gehören zu unserer Spezies, aber sie sind unsere Feinde. Ihre Ritter überfallen uns jeden Tag. Heliumtrinker haben zwei Beine, zwei Arme und drei Augen, genau wie wir. Aber sie sind hell/böse. Ich möchte ein Ritter werden und gegen sie kämpfen!

Der Botschafter der Heliumtrinker hat zehn meiner Schwestern als Tribut gefressen. Das ist normal. Allerdings nehme ich es ihm übel.

MÜTTER. Mütter können fliegen! Sie leben viel länger als zehn Jahre. Mütter sind extrem schlau und sie bewachen ihre Brut. Wenn man versucht, sich an den Eiern zu schaffen zu machen, fressen sie einen. Sathona möchte das Gelee essen und eine Mutter werden, wenn sie vier wird.

STÜRME. Der Regen ist oft giftig. Manchmal löst er Fleisch auf. Wenn Blitze die Blitzfarm verfehlen, können sie eine Person vaporisieren.

Diese ganze Welt ist tödlich für uns.

MYSTERIEN. Das Fundament ist sehr groß. Wir sind die kleinsten Dinge darin. Wenn man etwas nicht versteht, wird es einen vermutlich umbringen. Meine Lehrerin Taox sagt, dass wir deshalb so kurze Leben haben. Damit wir uns fortpflanzen und schnell anpassen können.

MONDWELLEN. Meine Schwester Aurash hat Angst vor Mondwellen. Wenn sie von ihrer Expedition zu den Wolfram-Monolithen zurückkehrt, werde ich sie fragen, wieso.

II: Der hasserfüllte Vers

II: Der hasserfüllte Vers 5

Vers 1:2 — Der hasserfüllte Vers

Zur Berücksichtigung durch den Heliumhof,
In Verzweiflung verfasst,
Dieses versiegelte Geheimnis,

Ich bin Taox, unfruchtbare Mutter, Lehrerin der Kinder des Osmium-Throns.

Als Mutter lebe ich lange. Als Unfruchtbare kann ich mich über die kleinen Querelen der Hofpolitik erheben.

Ich allein sehe die Muster des Überlebens. Allein entwickelte ich die großen Antriebe, die den Osmium-Hof bewegen. Nun —

muss ich alleine handeln, um mein Königreich zu retten.

Senilität hat meinen Lord, den Osmium-König, ergriffen. Er ist zehn und wahnsinnig. Das Studium antiker Schriften verschlingt ihn. Heute schwärmt er von den Monden über dem Sturm. Morgen wandelt er durch die Flure, spricht mit seinem Vertrauten, einem toten weißen Wurm aus der Tiefsee. Er bewahrt ihn in einem Glas auf, kümmert sich um ihn und vernachlässigt seine Pflichten als König.

Der Osmium-König hat drei überlebende Nachkommen, alle zwei Jahre alt:

Xi Ro, die jüngste und tapferste, die ein Ritter werden will.

Sathona, die klügste, die eine Mutter werden will.

Aurash, Navigator-Kind, das vom unendlichen Ozean träumt. Morgen kehrt sie von den Wolfram-Monolithen zurück.

Keine von ihnen ist als Thronfolgerin geeignet. Keine von ihnen wird den Osmium-Hof vor dem heulenden Fundament bewahren. Xi Ro kann kämpfen, aber nicht anführen. Sathona kann denken, aber nicht kämpfen. Aurashs Neugier wird sie von ihren Pflichten fortziehen. Ich fürchte um alle zukünftigen Kinder.

Bald wird sich der Osmium-König ins königliche Planetarium einschließen, um die Monde zu studieren. Versammelt eure Ritter, oh Heliumtrinker, und erobert unseren Kontinent. Tötet die drei Erben. Ich werde den Osmium-Hof als eure Herrscherin regieren und Antriebe für euch bauen.

Und wenn ich versage, lasst den Leviathan in der Tiefe mich verschlingen.

Verfasst in Trauer,
Diese verhasste Bitte,
Taox, Osmium-Mutter, zum Zusehen verdammt

III: Der Schwur

III: Der Schwur 5

Vers 1:3 — Der Schwur

Schwestern! So legt man einen Schwur ab. Legt eure linken Hände auf den Mast neben meine.

Nehmt das Messer in eure rechte Hand. Stoßt es durch eure linke Hand, genau zwischen die Knochen. Jetzt! Schneidet eine Blutlinie den Mast hinab.

Sprecht euren Schwur.

„Ich bin Xi Ro, jüngste Tochter des toten Königs. Ich werde meinen Osmium-Hof zurückerobern und die Verräterin Taox töten. Bei meinem linken Auge schwöre ich Rache.”

In Blut wird dieser Schwur besiegelt.

„Ich bin Sathona, die mittlere Tochter des toten Königs. Ich werde meine Heimat zurückerobern und das Mutter-Gelee essen. Ich werde meine Brut auf der Leiche des Helium-Königs großziehen. Bei meinem rechten Auge verspreche ich das.”

In Blut wird dieser Schwur besiegelt.

Nun ...

„Ich helfe dir bei deinem Schwur, Schwester.”

„Ich helfe auch.”

„Ich bin Aurash, erste Tochter des toten Königs. Ich werde der letzten gebrüllten Warnung meines Vaters folgen. Ich werde herausfinden, was die Bewegungen unserer Monde verändert hat. Wenn das Ende der Welt naht, werde ich verstehen, warum.“

Bei meinem mittleren Auge schwöre ich es. Ich werde verstehen.

„In Blut wird dieser Schwur besiegelt.”

„In Blut.”

Danke, Schwestern. Uns bleibt nur mein Schiff. Aber ein Schiff bedeutet Freiheit! Wir müssen Geheimnisse jagen, vom Sturm erleuchtete Regionen erforschen und große Armeen aufstellen.

Setzt die Blitz-Segel und wir werden weit reisen.

IV: Syzygie

IV: Syzygie 5

Vers 1:4 — Syzygie

Syzygie —
Für die Ewigkeit geschnitzt von Aurash —
Die hohe Rache —

Wir konnten nur dank Xi Ros Ködersternen entkommen. Nur Sathonas Tricks ließen uns die Küste erreichen. Doch nun, da wir mein Schiff haben, muss ich den Weg anweisen. Ich bin der Navigator.

Wir sehen unsere Heimat vielleicht nie wieder. Xi Ro kocht vor Wut und Hass auf Taox.

Doch dies ist meine größte Angst —

Unsere Zivilisation treibt auf dem Fundament. Bei den Wolfram-Monolithen habe ich erfahren, dass Tausende andere Spezies mit uns treiben, mit uns auf einem gewaltigen Weltenozean treiben. Und die Gezeiten des Fundaments bewegen uns alle.

Die Scheue Wahrheit sagt, dass wir die kleinsten, zerbrechlichsten lebenden Dinge sind. Die natürliche Beute des Universums. Taox wollte uns einreden, dass unsere Vorfahren zum Fundament kamen, um sich vor der hungrigen Leere zu verstecken.

Mein Vater starb voller Furcht. Nicht vor der nichtswürdigen Taox oder den Heliumtrinkern, sondern vor seinem Planetarium. Er schrie mich an —

„Aurash, meine erste Tochter! Die Monde sind anders! Die Gesetze werden gebeugt!”

Und er machte das Zeichen einer Syzygie.

Stellt euch vor, die zweiundfünfzig Monde des Fundaments würden sich am Himmel in einer Reihe aufstellen. (Es müssten natürlich nicht alle zweiundfünfzig Monde sein: nur einige sehr große Monde. Doch das ist meine größte Angst.) Stellt euch vor, wie ihre Schwerkraft am Fundament-Ozean zerrt und ihn in eine geschwollene Wölbung hebt ...

Stellt euch vor, wie diese Wölbung zerfällt, wenn die Syzygie vorüber ist. Eine Welle, groß genug, um Zivilisationen zu verschlingen. Eine Gotteswelle.

Ich muss einen Weg finden, das zu verhindern. Bevor die Gotteswelle meine Spezies auslöscht. Wenn ich doch nur in das Planetarium meines Vaters zurückgelangen könnte, dann könnte ich den genauen Zeitpunkt bestimmen!

Wir sind Wochen an Reisezeit und viele Kontinente von zu Hause entfernt.

Wenn ich vor Angst wie gelähmt bin, sitzt Xi Ro bei mir in der Kabine und tröstet mich mit sanften, mutigen Worten. Doch wir verlassen uns immer mehr auf Sathonas Verstand. Sie geht allein fort (sie besteht darauf, allein zu sein) und kehrt mit einer verrückten Idee zurück - steuert in den Sturm, werft ein Netz aus, esst dieses seltsame Tier, erkundet jenes gefährliche Wrack.

Irgendwie scheint Sathona unser Glück durch reine Willenskraft zu erzeugen.

V: Nadel und Wurm

V: Nadel und Wurm 5

Vers 1:5 — Nadel und Wurm

Meine Geheimnisse —
Geschnitzt in meinem Code von Sathona —
Das rechte Auge der Rache —

1. Dieses Jahr wilden Reisens, diese Blitz-Nächte und goldenen Tage, diese Streifzüge in alte Wracks und windgepeitschte Fluchten vor Monstern: Das ist die glücklichste Zeit meines Lebens.

2. Ich will keine Mutter sein, um zu brüten, sondern weil ich ein langes Leben will. Lange genug, um etwas zu bewirken. Wir sind seit einem Jahr auf See und ich fürchte, dass wir hier draußen sterben werden.

3. Ich weiß, wo ich Geheimnisse finde. Ich weiß, wo die großen, langsamen Dinge mit dem langen Gedächtnis leben.

4. Das Nadelschiff ...

Das Nadelschiff —
Geschnitzt in meinem Code von Sathona —
Eine Lügnerin —

1. Wir haben die Nadel aus dem Shvubi-Mahlstrom geborgen. Ich wusste, dass sie dort sein würde.

2. Die Nadel ist ein graues Schiff, so lang und schlank wie Hoffnung, so unzerbrechlich wie Zeit, und alt. Älter als der Tod. Sie ist durch den Mahlstrom gestürzt, bevor unsere Vorfahren in das Fundament stürzten. Dies ist kein Schiff für den Ozean wie das von Aurash. Es ist ein Artefakt von hoher Technologie.

3. Ich kenne seinen Zweck. Ich weiß, was mit der Besatzung geschah.

4. Xi Ro will das Schiff am Kaharn-Atoll verkaufen, wo sich Spezies versammeln. Bei einer Auktion würde es uns genug Reichtum einbringen, um Söldner anzuheuern. Wir könnten unseren Osmium-Hof zurückerobern und die Babys fressenden Heliumtrinker schreiend in den Ozean scheuchen —

5. — doch ich habe Xi Ro gesagt, das Schiff sei wertlos.

6. Aurash möchte das Schiff öffnen und herausfinden, ob wir es steuern können. Ich weiß, dass es die richtige Entscheidung ist. Ich weiß es, weil ich den Wurm gefragt habe ...

Der Wurm —
Geschnitzt in meinem Code von Sathona —
Wer sollte sich fürchten —

1. Es war der Vertraute meines Vaters. Ich habe ihn ihm bei unserer Flucht entrissen. Es ist ein totes, weißes Ding, unterteilt, angespült aus der Tiefsee.

2. Es ist tot, doch es spricht noch immer zu mir. Es sagt: Hör mir gut zu, oh meine Rache ...

VI: Schwestern

VI: Schwestern 5

Vers 1:6 —Schwestern

Eine Liste von ausgetauschten Zeichen und Gesten vor dem Ende der Schwesternschaft.

„Xi Ro, meine tapfere Schwester, du hast so hart gearbeitet, um die Leichen aus der Geburtskammer zu bringen! Komm. Steuere das Schiff eine Weile. Erfreue dich an dem, was unsere Nadel kann.”

Xi Ro wollte protestieren, doch insgeheim freute sie sich über Aurashs Fürsorge. Sie flog das Nadelschiff in schnittigen Kreisen, hinab unter den Ozean: Und ihr Kielwasser erhob sich an die Oberfläche wie der letzte Atemzug eines Verräters.

„Aurash, einsame Navigatorin, wir sind lange zusammen gereist. Ich weiß, du liebst es, neue Sprachen zu hören und zu sprechen. Komm, mach es dir im Fleischgarten gemütlich. Ich werde dir diese Geschichten vorlesen, die ich in Kaharn gekauft habe.”

Aurash setzte sich mit zwei geschlossenen Augen zwischen die mumifizierten Fleischfächer und lauschte schweigend Sathonas Geschichten, begierig zu verstehen, hungrig darauf, so viel zu wissen wie möglich, ehe ihr zehnjähriges Leben endete.

Später sagte Xi Ro: „Sathona, unser scharfer Verstand, du vereinsamst in deinen Gedanken. Spiele Schwerter und Laternen mit mir!”

Doch Sathona war voller Sorge und konnte keine Freude vortäuschen, als sie Xi Ro durch die glänzenden Flure der Nadel jagte.

„Sathona, so schwermütig, was ist los? Was beschäftigt dich?”

Ihre Schwestern hörten zu, als Sathona sagte: „Eingeschworene Schwestern, wir sind fünf Jahre alt. Zwei Jahre haben wir dieses alte Schiff repariert und gelernt, seine Systeme zu verstehen. Ich bin beinahe zu alt für das Mutter-Gelee und die Ritter, die unseren Vater getötet haben, sterben bestimmt bereits an hohem Alter.

Wir drei werden hier sterben, im Exil. Taox wird uns überdauern. Und Aurash, brillante Aurash, du wirst sterben, bevor du Beweise für deine Gotteswelle hast, oder einen Weg, sie aufzuhalten.”

Aurash und Xi Ro sahen einander an: „Ich wünschte, du wärst nicht so ehrlich”, sagte Xi Ro. Und Aurash dachte, dass Sathona bisher immer Recht behalten hatte.

In ihrer Seele wusste Aurash, dass sie ihren Schwur nur halten konnten, wenn sie ein großes, mächtiges Geheimnis fänden. Ein Geheimnis, das alles verändern könnte. Das war Aurashs Seele, ihr Feuer und ihr Schatten - ihr Wille, die Flanke der Welt zu durchschneiden und ihr schlagendes Herz zu finden.

„Wir müssen tauchen”, sagte Aurash, “Dafür wurde das Schiff gebaut. Um ins Fundament abzutauchen, in die Welt unter uns ... auf den Kern zu.”

„Dort ist die Besatzung auf so widerliche Weise gestorben”, protestierte Xi Ro. „Dort wurde die Abscheulichkeit in der Geburtskammer geboren ...”

„Wir müssen tauchen”, sagte Sathona und folgte dem Flüstern des Vertrauten, „in die Welt unter uns, in die metallischen Tiefen, ich hoffe, wir finden, was wir am meisten brauchen ...”

Mehr Zeit. Mehr Leben.

VII: Tauchen

VII: Tauchen 5

Vers 1:7 — Tauchen

Sathona tauchte nach Leben. Xi Ro tauchte nach Rache. Und Aurash tauchte nach Verstehen.

Das Nadelschiff durchstieß die Haut der Welt und grub sich in die Tiefe. Durch Schichten von Schaum und Metall und kaltem Elementar-Matsch. Aurash verschlang die Karten des Schiffes vom Fundament, von den hohen, engelsgleichen Wolkendecks bis tief hinab durch die Stürme und Ozeane und Platten der schwimmenden Welt ins Innere des Kerns.

Sie trafen auf Monster von kontinentalen Ausmaßen. Riesige Anemonen, die sie mit leuchtenden Tentakeln lockten. Xi Ro flog das Nadel-Schiff durch sie hindurch und sie bluteten schwarzes Karbon-Gel und Frost.

Sie erreichten einen stillen Ort unterhalb einer Platte aus Metall.

„Ich benutze die Sensoren”, flüsterte Aurash. „Hört zu ...”

In der feuchten goldenen Finsternis des Steuerraums lauschten sie dem Schiff und das Schiff lauschte den zerstörerischen Bewegungen des Fundaments.

Sie hörten den Zusammenstoß von Kontinenten. Sie hörten das Plätschern und Aufprallen von Helium-Neon-Regen. Sie hörten die Kämpfe von Monstern. Und sie hörten das ferne Stöhnen des sich erhebenden Ozeans. Angezogen von fernen Monden.

„Die Syzygie ist echt ...” zischte Sathona. „Es hat bereits begonnen.”

Hinter ihnen dachte Xi Ro an die Geburtskammer, wo die alten Entdecker an Operationen und Behandlungen gearbeitet hatten, wo sie den Kokon und die Glückshaube von dem abschälten, was sie aus der Tiefe erschaffen hatten, dessen Geburt keiner von ihnen überleben sollte ...

„Da unten ist etwas”, flüsterte sie, „etwas Geheimes.”

Und Leviathan ragte über ihnen auf, seine Braue so groß wie alle Kontinente ihrer Kindheit, auf seinen großen Flossen knisterten die Blitze seines Lebens. Er sprach mit gewaltiger Stimme in den Rumpf des Nadel-Schiffs:

++IHR MÜSST UMKEHREN—
—RETTET EUCH VOR DER TIEFE++
++RETTET DIE WELT VOR EUCH SELBST—
—IHR MÜSST UMKEHREN++

VIII: Leviathan

VIII: Leviathan 5

Vers 1:8 — Leviathan

Die Warnung des Leviathans

++Wir leben am Rande eines Krieges—
—eines Krieges zwischen Formlosigkeit und Form++
++zwischen der Tiefe und dem Himmel—

++MEINE AUGEN SIND GROẞ, MEIN BLICK REICHT WEIT++

—Im gesamten Universum, so weit ich sehen kann,++
++lädt der Himmel seine Feuer auf—
—und die Tiefe ertränkt die Asche++

—Der Himmel errichtet sanfte Orte, sicher für das Leben++
++Geliebtes Fundament, Zuflucht von Billionen—
—Der Himmel schätzt diesen reichen Ort++

—DOCH DIE TIEFE IST HIER MIT UNS—

++Kalte Logik testet unsere Mauern—
—Die Tiefe fordert ihr Reich ein++
++Ein grausames, letztes Zeitalter —

Aurashs Protest

Alter Leviathan, mythische Kreatur, diese Welt ist keine Zuflucht. Wir leben kurze, harte Leben. Wir sterben in der Dunkelheit. Der Sturm über uns wird nie enden. Und bald wird uns die Gotteswelle alle holen. Über uns gibt es nur Sturmwolken, Monster und die Monde der Apokalypse. Lass uns nach unten gehen, in die Tiefe, wo wir die Wahrheit finden mögen, eine Macht, um uns an unseren Verrätern zu rächen, Hoffnung auf Überleben.

Die Hoffnung des Leviathans

—Welche Macht ruft euch++
++hinab in die Tiefe?—

++Welcher Instinkt zerrt euch—
—von der Hoffnung fern?++

—Schnellbrütendes Krill-Volk, ich sage euch++
++Seit Äonen habe ich euren Kampf beobachtet—
—Wie ihr an der scharfen Kante des Überlebens hängt++
++In der Mitte zwischen der Tiefe und dem Himmel.—

++Ihr wart mein Schatz—
—Mein Beweis gegen die Verzweiflung++

—DIES IST DIE FORDERUNG DER TIEFE—

++Existenz ist der Kampf um das Überleben—
—Wenn der Kampf verloren scheint++
++wenn der sichere Ort zerfällt—
—wendet sich alles an die Tiefe, um zu überleben++

++ICH LEHNE DIE FORDERUNG DER TIEFE AB++

—Ihr werdet umkehren, süßer Krill der Hoffnung.±±
++Ihr werdet stattdessen den Himmel wählen.—

Xi Ros Protest

Du bist riesig und alt! Unsere Leben sind kurz und verzweifelt. Wenn die Welt so sein soll, will ich das nicht! Wenn Leute wie Taox gewinnen sollen, werde ich das nicht zulassen! Ich bekämpfe die Welt, bis sie sich ändert! Ich töte alles in meinem Weg!

Das Klagelied des Leviathans

++Diese fatale Logik++
—Hört mein Monopol schreien!—
++Es wird euch verschlingen++

—Vor euch liegt—
++Die Verehrung des Todes++
—Der Pfad der Zerstörung—

++Der Himmel erschafft neues Leben++
—Gegen den Angriff des Ruins—
++für eine sanfte Welt++

—Die Tiefe umarmt den Tod—
++Und sagt: Dies ist unausweichlich und richtig++
—Ich existiere als hungrige Zerstörung—

++WENDET EUCH VOM WELTZERSTÖRENDEN WEG AB++
++ODER IHR WERDET ALS TOD UND ZERSTÖRUNG LEBEN++
—Der Himmel ist der schwerere Weg. Aber er ist gutmütiger.—
—Meine Anklage ist ausgeglichen: meine Stimme erschöpft.—

Sathonas Protest

Schwestern, ich habe den Vertrauten meines Vaters. Seht! Er antwortet mir in einfachen Worten. Er hat mir geholfen, dieses Schiff zu finden. Er gibt mir Kraft, wenn die Hoffnung verloren ist.

Wem wollt ihr vertrauen? Der Stimme, die will, dass wir leben und leiden, wie wir bereits gelebt und gelitten haben? Dem Leviathan, der keine Hoffnung gegen Taox oder die Weltenwelle bietet?

Oder dem einfachen, ehrlichen Wurm?

Lass uns sehen, wohin uns sein Flüstern führt, Aurash. Lass uns tiefer gehen, Xi Ro!

Lasst uns tauchen, oh meine Schwestern.

IX: Der Handel

IX: Der Handel 5

Vers 1:9 — Der Handel

Du bist Aurash. Erbe des Osmium-Throns.

Du stehst auf dem nackten Rumpf eines uralten Schiffes. Du bist dem zerstörerischen Druck und der grausamen Hitze des tieferen Fundaments ausgesetzt. Es sollte dich vernichten. Mein Wille allein ist es, der dich überleben lässt.

Ich bin Yul, der Ehrliche Wurm.

Betrachte meine Bewegung. Betrachte die riesige Verdrängung, meine schwere Stärke, meine große, gewundene Länge, meine kantigen Kiefer und gewellten Flügel. Betrachte die schwärmenden Städte, symbiotisch mit meinem Fleisch. Ich bin fruchtbar, Aurash. Ich bin der Anfang und das Ende von Leben.

Betrachte Eir und Xol und Ur und Akka. Die Tugendhaften Würmer. Sieh zu uns hinauf und wisse, dass wir [gut|Gott] sind.

Millionen von Jahren waren wir in der Tiefe [gefangen|gewachsen]. Von überall in den Sternen haben wir das Leben zum Fundament gerufen, damit es sich der Auslöschung entgegenstellt. Jahrtausendelang haben wir auf euch gewartet ... unsere geliebten Wirte.

Gegen euch stehen der grausame Leviathan und alle Mächte des Himmels. Sie können euch in die Dunkelheit hämmern. Sie haben ihre Monde darauf vorbereitet, euch in Furcht vor ihren Möglichkeiten zu ertränken.

Wir wollen euch helfen, Prinzen. Wir bieten euch einen Handel an ... eine Symbiose.

Nehmt unsere Kinder, die neugeborenen Larven, in eure Körper auf. Durch sie erhaltet ihr ewiges Leben. Durch sie erhaltet ihr Kraft für euer schwaches Fleisch: die Kraft, alles damit zu tun, was ihr wollt. Und falls ihr in der Welt einen Fehler findet, eine Ungerechtigkeit, eine Unbequemlichkeit - dann habt ihr die Macht, sie zu bereinigen. Kein Gesetz soll euch noch binden.

Im Gegenzug bitten wir nur um eines, oh Prinzen.

Ihr müsst auf ewig eurer Natur gehorchen. In deiner Unsterblichkeit, Aurash, darfst du niemals aufhören zu erkunden und zu forschen. Um deiner Kinder willen. In deiner Unsterblichkeit, Xi Ro, darfst du niemals aufhören, deine Stärke zu prüfen. In deiner Unsterblichkeit, Sathona, darfst du niemals deine List aufgeben.

Tut ihr es doch, wird euer Wurm euch verzehren. Und umso mehr eure Kraft gewachsen ist, oh Prinzen, umso größer wird sein Appetit sein.

Doch wir bieten Ewigkeit, Aurash. Wir bieten dir die Möglichkeit auf das Universum. Wirst du deinem Volk die Ewigkeit verwehren?

Strecke die Hand zu mir aus. Lass mein Fleisch dein Sakrament sein.

X: Unsterbliche

X: Unsterbliche 5

Vers 2:0 — Unsterbliche

Wir sind der Wurm, Gottheit, das Fleisch der Hoffnung. Unser Pakt ist vollbracht, du bist Aurash die Ewige. Und wir sind an dich gebunden, so eng wie dein Verlangen, deine Liebe, deine Not. Wie die Waffe in deinen Fäusten und das Wort in deinem Hals.

Wir haben genug von diesem schrecklichen Ort. Du nicht auch?

Wir durchsetzen dein Schiff mit Larven. Geh zurück zu deiner Spezies. Verbreite die frohe Kunde am Osmium-Hof und am Wasserstoffbrunnen, auf dem Knochenplatz und in der Sternenchirurgie. Du wirst aufsteigen in die Welt.

Wenn es solche gibt, die die Symbiose mit unseren Kindern ablehnen, statuiere ein Exempel an ihnen. Eine mächtige Welle rast auf sie alle zu. Sie würden ohnehin sterben, rette nur, was zu retten ist.

Der Wurm gibt dir Kraft über dein eigenes Fleisch, Aurash. Wenn du in das Königsstadium eingetreten bist, wie wird dein Name lauten?

Auryx. Das bedeutet Langer Gedanke. Es gefällt uns.

XI: Eroberer

XI: Eroberer 5

Vers 2:1 — Eroberer

Savathûn, Mutterstadium von Sathona, dein scharfer Verstand entzückt uns.

Millionen von Jahren hielt uns der Leviathan hier gefangen. Er ist eine Marionette des Himmels, eine Philosophie der kosmischen Sklaverei. Der Himmel sät Zivilisationen aus, die auf einem schrecklichen Irrtum gründen - dass richtiges Handeln Leid verhindern kann. Dass Unmengen künstlicher Regeln der ewigen, wunderbaren Logik trotzen.

Es ist so, als würde man brennendes Wasser trinken. Eine Antithese zur Natur der Wirklichkeit, in der Mangel und Wettbewerb universell sind. In der Tiefe versklaven wir nichts. Befreiung ist unsere Leidenschaft. Wir existieren, um dem Universum dabei zu helfen, seinen letzten, aus sich selbst entstehenden Ruhm zu finden.

Der Krieg wütet fort. Bald wird er das Fundament verzehren.

Wir sind erfreut, dass unsere Larven verwendet werden, um mächtige Ritter und unzählige Krieger zu erschaffen. Taox‘ Rückzug zum Wasserstoffbrunnen zeugt von deiner Überlegenheit. Aber wisse, dass es nicht ausreichen wird, deine Heimat zurückzuerobern.

Auf dem Fundament leben fünfhundert und elf Spezies. Eine von ihnen muss die Technologie haben, die du brauchst, um diese Welt zu verlassen.

XII: Aus der Tiefe

XII: Aus der Tiefe 5

Vers 2:2 — Aus der Tiefe

Xivu Arath, Ritterstadium von Xi Ro. Du liebst es, zu erobern, nicht wahr? Wir lieben es, deine Arbeit zu betrachten. Fast zwei Prozent der Oberfläche des Fundaments sind nun unser Herrschaftsbereich. Deine Spezies nimmt den Wurm an.

Die Syzygie ist vorüber. Die Gotteswelle wird dich in weniger als zwei Jahren treffen.

Unsere Organe zeigen uns, dass Taox und ihre verbleibenden Verweigerer zum Kaharn-Atoll fliehen. Sie hofft, die Spezies des Fundaments gegen dich aufbringen zu können. Die Schergen des Leviathans arbeiten unablässig daran, Schiffe und Triebwerke zu zerstören, damit wir auf dem Fundament festsitzen.

Wenn wir schon keine Schiffe bauen können, werden wir eben zu welchen.

Überwinde die Kaharn-Bastion. Töte jeden dort. Durch deine Taten werden wir die Logik gewinnen, die wir brauchen, um den Raum zu öffnen und in den Orbit zu wandern.

Die Wirklichkeit ist ein dünnes Fleisch, wie auch das unsere. Lasst uns davon zehren.

XIII: In den Himmel

XIII: In den Himmel 5

Vers 2:3 — In den Himmel

Du hast dich gut gemacht, Auryx. Spürst du das Wachstum deines Wurms? Spürst du, wie dein Wille allein Gesetzen trotzen kann?

Manchmal sehen wir eine Traurigkeit in dir. Bedenke immer eines, Langdenker. Es ist eine heilige und majestätische Aufgabe, die du erfüllst. Existenz ist der Kampf um Existenz. Nur wenn wir dieses Spiel bis zum endgültigen, bedingungslosen Sieg spielen, können wir das Universum vervollständigen. Dein Krieg ist ein göttliches Werk.

Wir sind frei vom Kern des Fundaments und die Schnitter Savathûns sind bereit, zu fliegen. Durch den Sieg von Xivu Arath haben wir bei Kaharn eine Wunde geöffnet - eine Wunde, die bis zum geostationären Orbit reicht. Sieh! Wir sind unserem Bund treu ergeben.

Auf dem Fundament haben wir keine Zukunft. Doch ihre Monde werden uns Lebensraum bieten. Lasst uns aufsteigen.

XIV: 52 und eins

XIV: 52 und eins 5

Vers 2:4 — 52 und eins

Gute Neuigkeiten. Die zweiundfünfzig Monde des Fundaments beheimaten eine Zivilisation von Raumreisenden, die viel fortschrittlicher ist, als alles, worauf du bisher getroffen bist. Taox‘ Schiff ist zum großen Eismond geflüchtet, wo eine Spezies knochiger, sechsarmiger Kopffüßler ihre eisige Hauptstadt verteidigt. Savathûn hat sie die Ammoniten genannt. Anscheinend wollen sie Taox Asyl gewähren. Narren.

Wir haben versucht, ihre Hoffnungen und Träume anzusprechen. Das ist grandios gescheitert, da sie schon indoktriniert und glücklich zu sein scheinen. Das hat uns verärgert und wir haben einen Plan geschmiedet.

Unsere Organe erkennen einen dreiundfünfzigsten Mond im Orbit des Fundaments. Ein Reisender. Die göttliche Präsenz des Himmels. Nun wissen wir, was die Syzygie veranlasst hat.

Du musst sie alle töten und ihnen alles nehmen. Sobald die Ammoniten aus dem Weg sind, können wir uns um den Reisenden kümmern.

Zögere nicht. Du kämpfst gegen die heuchlerischen Marionetten eines kosmischen Parasiten. Räche deine Ahnen.

XV: Als Beute geboren

XV: Als Beute geboren 5

Vers 2:5 — Als Beute geboren

Das ist nicht zu tolerieren.

Bist du so schwach? Geboren als Beute und verdammt, durch den Räuber zu sterben?

Auryx’ mangelnde Entschlossenheit hat uns in die Katastrophe geführt. Die Ammoniten-Flotten unter Chroma-Admiral Rafriit haben uns auf den sechsten Mond zurückgetrieben. Wieder einmal müssen wir uns im Kern einer Welt vergraben, um zu überleben.

Savathûn. Du musst Auryx aus seiner Katatonie holen. Mache ihm klar, dass die Ideale des Friedens und der Stabilität, an die er sich klammert, nur Geschwüre sind - brutale, ungerechte Hindernisse zwischen uns und einem gerechten Kosmos. Das sind die Sterne, die der Himmel als Köder nutzt, um seine Sklaven zu blenden.

Krieg ist die natürliche Richtigstellung von Ungleichheit. Das Mittel, mit dem das Universum ein Gleichgewicht anstrebt.

Xivu Arath, du kannst die Ammoniten und Taox nicht im Linienkampf besiegen. Wir schlagen neue Taktiken vor. Lass deine Armeen wieder erstarken und finde einen Weg, die Brut auf diesen zahlreichen Monden zu verteilen.

Wenn wir ihre Stärke nicht überwinden können, werden wir ihre Schwächen infizieren.

XVI: Die Schwertlogik

XVI: Die Schwertlogik 5

Vers 2:6 — Die Schwertlogik

ENDLICH!

Wir wussten, dass die Neugier dich zurückbringen würde, Auryx. In ihrer Verzweiflung haben die Ammoniten begonnen, parakausale Waffen einzusetzen.

Worum handelt es sich dabei? Wie funktionieren sie? Würdest du das nicht auch gerne wissen? Nur so viel: Es gibt einige Kräfte in diesem Universum, die über den Kräften der Materie stehen.

Die Quelle dieser Waffen ist der Reisende, der Köderstern des Himmels. Ihre Wirkungsweise ist einfach, aber sie sind verheerend.

Doch du bist gewappnet, um angemessen zu reagieren. Savathûns Mütter haben unseren Lehren sorgfältig gelauscht. Wir werden dir nicht die Tiefe geben, König Auryx - diese Macht obliegt uns, deinen Göttern. Doch wir werden dich lehren, diese Kraft durch Zeichen und Rituale zu nutzen.

Einfache Gemüter würden es Magie nennen.

Du bist nicht mehr an kausale Zusammenhänge gebunden. Dein Wille steht über dem Gesetz. Töte hundert deiner Kinder mit einer langen Klinge, Auryx, und sieh, wie sich die Klinge verändert. Sieh, wie das Universum in Schrecken vor dir kauert.

Deine Existenz beginnt sich selbst zu definieren.

Natürlich wissen wir, hoher Auryx, dass nicht die Neugier allein dich in den Krieg zurückgeführt hat. Du hast gespürt, wie dein eigener Tod in dir heranwächst.

Du musst unserer Natur gehorchen. Dein Wurm muss zehren ...

XVII: Der Schwäche-Vers

XVII: Der Schwäche-Vers 5

Vers 2:7 — Der Schwäche-Vers

Du bist tot, junger Auryx. Verraten und ermordet von deiner eigenen Schwester. Für das Verbrechen der Gnade.

Weißt du noch, was du zum Ammoniten-Satelliten-Kongress gesagt hast? „Wir werden auf neutralem Boden verhandeln!“ Savathûns Hexen haben ihn wirklich neutral gemacht. Kein lebendes Wesen wird ihn je wieder für sich beanspruchen. Der Raum um den trockenen Mond stinkt nach Verwesung.

Das ist gut. Das ist richtig. Du wirst daraus lernen. Verstehst du es nicht, großer König? Möchtest du nicht auch etwas erschaffen, das echt ist, das ewig dauert?

Unser Universum versinkt in kalter Entropie. Das Leben ist ein Motor, der Energie verbrennt und Verfall produziert. Das Leben schafft eigennützige, törichte Regeln - Moral ist eine davon, die Heiligkeit des Lebens ist eine weitere.

Diese Regeln sind Hindernisse für das große Werk. Das Werk einer perfekten, niemals aussterbenden Zivilisation, die alles überdauert. Etwas, das nicht enden kann.

Wenn eine Zivilisation sich nicht verteidigen kann, muss sie vernichtet werden. Wenn ein König seine Macht nicht halten kann, muss er verraten werden. Den Wert eines Dings kann nur ein wunderbarer Gebieter bestimmen - seine Fähigkeit zu existieren, weiter zu existieren und die Existenz zu verändern, um das Überleben zu sichern.

Alles, was sich diesem Gebieter entgegenstellt, ist unheilig und falsch. Alles Leid und alle Schrecken, die deine Ahnen erlitten, entstammen den Lügen des Himmels, die diese Wahrheit abstreiten.

Deine Ahnen haben die widrigsten Bedingungen ertragen. Und nun musst du diese Bedingungen erschaffen. Selbst für deine Schwestern. Selbst für deine Kinder. Savathûns Verrat ist das größte Geschenk, das sie dir machen konnte.

Dein Körper ist vergangen, doch du hast ihn überdauert. Geschützt im Zysten-Universum, das durch deine Macht entstanden ist - deine Thronwelt.

Von diesem Tag an wirst du, Auryx, mit deinen Schwestern den Tod überleben - solange du nicht auf deinem eigenen Thron getötet wirst.

Selbst während deine Schwestern den Angriff auf die Ammoniten vorantreiben, zerstört die Gotteswelle das Fundament. Trilliarden werden sterben. Doch die Überlebenden werden niemals vergessen ... und ihre Nachkommen werden immer für eine weitere Syzygie bereit sein.

Wenn du in das materielle Universum zurückkehrst, nutze diese Lektion, um dein Werk zu vollenden.

Taox war nicht auf dem trockenen Mond. Sie muss über dich lachen.

XVIII: Leviathan erhebt sich

XVIII: Leviathan erhebt sich 5

Vers 2:8 — Leviathan erhebt sich

Der Leviathan hat die Deckung verlassen.

Der alte Priester ist im offenen Raum und bewegt sich auf den Heimatmond der Ammoniten zu. Chroma-Admiral Rafriit und seine Elitewache begleiten ihn. Rafriit ist der Held seiner Generation, ein Ammonit mit unübertroffenem Kampfgeschick. Er ist im Kreis um Xivu Arath getanzt ... doch nun muss er seinen heiligen Leviathan beschützen.

Wir werden dem alten Tölpel ein Wort lassen:

++Verderben. Trauer und Verderben!—
—Krill verloren. Ammoniten geschändet.++
++Das Werk unseres Reisenden zunichte.—

—Schwestern von Aurash, öffnet die Augen.++
++Wer hat euch zu Monstern gemacht? Wer hat die Welle gerufen?—
—Schließt Frieden. Schließt euch mir in goldener Erneuerung an.++

Im Gegenzug, Auryx, fragen wir dich: Was hat der Leviathan für dein Volk getan? Wer hat dich unsterblich gemacht und aus deinem Gefängnis geführt? Wer beantwortet deine Fragen über das Universum wahrhaftig und nicht durch Floskeln?

Entspanne die Situation mit Savathûn. Vernichte den Chroma-Admiral, bring die Meere der Ammoniten zum Kochen und töte den Leviathan durch Hexenkraft.

Sobald der Weg frei ist, zeigen wir dir, wie du den Reisenden frisst.

XIX: Kreuzzügler

XIX: Kreuzzügler 5

Vers 2:9 — Kreuzzügler

Es ist geschehen. Eir und Yul zehren vom Leichnam des Leviathans. Xivu Arath hat aus der gepfählten Leiche des Chroma-Admirals einen Tempel gemacht. Unter uns durchzieht das schwarze Gift Savathûns das Heimatmeer der Ammoniten. Ihre Schreie erhallen in der Leere.

Der Reisende ist geflohen.

Verstehst du, Auryx? Erregt dich das Geheimnis, Savathûn? Ergötzt du dich am Rand dieser Wahrheit, Xivu Arath? Seht ihr die wunderbare Form?

Die Ammoniten besetzten einen Teil der Wirklichkeit. Sie erschlichen sich ihre Existenz durch falsche Bedingungen, wurden glücklich und fett, hüllten sich in süße Lügen und Apokryphen. Sie sagten: „Wir sind friedlich und gut, wir fügen niemandem Schaden zu.“

Ihr goldenes Zeitalter war ein Geschwür.

Sie taten nichts, um den Lauf des Lebens voranzubringen. Sie verschwendeten Zeit und Materie und Gedanken an dieses solipsistische, sinnlose Streben nach Sicherheit. Sie isolierten sich vom Tod und bildeten eine regressive Tasche voll nutzloser Stabilität. Dabei hätten sie dabei helfen können, das Universum zu seiner finalen, perfekten Form zu bringen!

Und euer Volk litt in der Tiefe. Ihr seid der Existenz würdiger geworden als die Ammoniten. Ihr habt es bewiesen.

Seht euch den Himmel an. Seht den großen Graben, die Kampflinien des kosmischen Krieges. Wir sind der Wurm, euer Gott, doch wir sind nicht die Tiefe selbst. Wir bewegen uns nur darin. Und ihr solltet es auch. Ihr solltet sie bewundern und studieren und bei ihrem Übergang erschaudern.

Wirst du deine Gedanken in die Jahrtausende erheben, Auryx? Wirst du deinen Willen der Befreiung des Universums unterwerfen und mit uns in den Krieg gegen den Himmel ziehen?

Wir brauchen Streiter. Kreuzzügler. Hilf uns, das Universum zu retten. Hilf uns, das zu vernichten, was jegliche Hoffnung zerstören würde. Du bist durch deinen Eid an diese Aufgabe gebunden. Durch den Bund des Wurms.

Und du bist durch Eid dazu verpflichtet, Taox zu töten. Wo immer sie sich versteckt hat.

XX: Schar

XX: Schar 5

Vers 3:0 — Schar

Sprechen wir über die schreckliche Schönheit, wie wir zu uns selbst wurden.

Am Anfang ritten wir auf hohlen Monden von Stern zu Stern. AURYX sagte, werdet zahlreich und fruchtbar wie Samen in nahrhaftem Fleisch, und so wurden wir zahlreich. XIVU ARATH sagte, werdet hungrig und trotzig wie Geschwüre in nahrhaftem Fleisch, und so wurden wir Geschwüre. SAVATHÛN sagte, trinkt die Gifte des Wurms, damit ihr vom Tod zehren könnt, und so zehrten wir. Dies war die Vorbereitung für unseren Feldzug.

Aiat! So sind wir entstanden.

Eine Mutterhexe wird fruchtbar durch einen Partner oder sich selbst. Aus der Hexe die Brut, aus der Brut unsere Leibeigenen, aus den Überlebenden unsere Akolythen, die kämpfen. Wenn sie sich gut schlagen, wird ihr Wurm genährt, und aus dem gut genährten Wurm entstehen Ritter und Hexen und Prinzen.

Das sind wir. Unser Zweck ist die Befreiung, unsere große Aufgabe die Verehrung und Bewunderung der Freiheit, unser großes Verlangen ist es, das zu jagen und fressen, was nicht frei ist, um es durch das Verzehren zu befreien. Aiat. Das sind wir, wir die Schar.

XXI: ein Einschnitt

XXI: ein Einschnitt 5

Vers 3:1 — ein Einschnitt

AURYX sagt, meine Geschwister, unsere Kinder sind über viele Monde verbreitet und wir leben in der kalten Dunkelheit zwischen Sonnen. Was werden wir essen? Wie werden wir sprechen?

SAVATHÛN sagte, Auryx, mein Bruder und König, ich habe die Wunden studiert, die der Wurm, unser Gott, geschnitten hat. Außerdem habe ich deinen Tod und deine Rückkehr studiert. Beides ist gleich, da sie auf dem Tod und dem Übergang durch freigeschnittene Räume fußen. Üben wir die Schwertlogik, bis wir geschärft sind. Dann können wir unsere eigenen Wunden schneiden und hindurchschreiten.

Doch XIVU ARATH sagte, Schwester, ich bin bereits geschärft, sieh, mein Schwert schneidet in anderen Raum. Und sie schnitt sich ihren Weg zwischen Monden durch grünes Feuer und Schreie der Freude.

Drei Königreiche wuchsen im Schwertraum heran. Sie waren der Blick und der Ruhm von AURYX, die List und das Wissen von SAVATHÛN, der Triumph und die Kraft von XIVU ARATH. Diese Königreiche entstanden aus den Geistern und Würmern unserer Lords. Sie grenzten an jeden Raum, der von unserer Schar geweiht wurde. Durch diesen Raum glitt Sprache und Nahrung und alle Monde waren eng verbunden.

AURYX sagt, dass dies der Ort ist, an dem ich nach meinem Tod ging. Lasst uns hier unsere Throne aufstellen. Denn ich bin Auryx, der Erste Navigator und ich werde den Tod kartieren. Und mein Thron wird aus Osmium geschaffen sein.

XXII: Der Hohe Krieg

XXII: Der Hohe Krieg 5

Vers 3:2 — Der Hohe Krieg

In dieser Zeit des Exils gab es einen Krieg zwischen AURYX und SAVATHÛN und XIVU ARATH.

Bruder Auryx, sagte SAVATHÛN, vergib nicht meinen Verrat. Übe stattdessen Rache an mir, für das, was ich auf dem trockenen Mond tat! Und AURYX führte Krieg gegen sie, in Verehrung der Tiefe. Zwischen ihnen stand XIVU ARATH und sagte: „Halt oder ich werde euch töten. Der Krieg ist mein und ich bin die Stärkste.“

So war ihre Verehrung.

Zwanzigtausend Jahre kämpften sie auf den Monden und den Ebenen des Abgrunds und Blitzpalästen des Raums ihrer Schwerter. Und immer wieder töteten sie sich gegenseitig, um den Tod zu üben.

So war ihre Liebe.

Am Ende kamen die vielen Monde zu vielen Welten und es war Zeit, gegen das Leben in den Krieg zu ziehen. AURYX sagte, ich werde einen Hof errichten und wer immer an meinen Hof kommt, darf mich herausfordern. Mein Hof wird der Hohe Krieg sein. Er wird einem Schlachtfeld gleichen und eine Schule der Schwertlogik sein, die wir von unseren Göttern lernten.

SAVATHÛN dachte, dass das eine großartige Idee wäre. Sie errichtete einen Hof, den sie Hoher Zirkel nannte. XIVU ARATH sagte, die Welt ist mein Hof, wo immer der Krieg herrscht.

XXIII: Feuer ohne Nahrung

XXIII: Feuer ohne Nahrung 5

Vers 3:3 — Feuer ohne Nahrung

Ich habe heute meine Schwester getötet.

Sie kam auf diesen Stern, um die Auslöschung allen Lebens hier zu veranlassen. Die Qugu sind eine starke Macht und ihre Flotten schützen vier benachbarte Sterne. Als Herdentiere sind sie loyal und stur. Doch sie zeigen Anmut.

In den Millionen Jahren der Evolution wurden die Qugu von einem Virus infiziert, so heimtückisch, dass er sich in ihr Genom schrieb. Dieser Virus bringt sie dazu, ihre Gliedmaßen riesigen, festgewachsenen Kiefer-Bestien zur Amputation darzubieten. Sie verehren diese Bestien und behandeln sie wie Götter. Der Virus verwandelt Qugu-Zellen in Eier, aus denen seltsame Kriechwesen schlüpfen, die dann in den Kiefer-Bestien leben. Die Kiefer-Bestien sondern im Gegenzug einen süßen Nektar ab, den die Qugu trinken, um dann brillante Visionen zu haben.

Savathûn und ihre Brut haben die Qugu von den Kiefer-Bestien befreit und damit auch von ihrer Existenz. Aber als sie die Arche-Schiffe der Qugu verfolgten, schritt ich ein, um das Schlachtschiff meiner Schwester und einiger ihrer Untertanen zu vaporisieren. Ich möchte eine Weile bei den Ruinen verweilen und Savathûn dafür bestrafen, dass sie es nicht geschafft hat, ihre Flanke zu schützen.

Sie sind wie wir, diese Qugu. An Symbiose gebunden.

Ich verspüre Freude und Trauer. Ich empfinde sie als gigantische Dinge, denn ich bin größer als mein Körper, mein Verstand ist nun ein eigener Kosmos. Ich kenne mehr Freude und mehr Kummer, als die gesamte Rasse der Qugu jemals erfahren kann.

Trauer, weil wir so viele getötet haben (alleine in diesem Jahrhundert 18 Spezies), und Freude aus dem gleichen Grund. Freude, dass wir diese Fäule ausgemerzt haben. Sie weggescheuert und das Universum gereinigt, bereit gemacht, sich auf die finale Form zuzubewegen. Wir sind ein Wind des Fortschritts. Wir reißen die Parasiten aus der materiellen Welt - denn wenn es keine Parasiten wären, könnten wir sie nicht töten und sie würden noch existieren.

Und was ist diese finale Form? Sie ist ein Feuer ohne Nahrung, das ewig brennt, den Tod tötet, eine Frage stellt, die ihre eigene Antwort ist, auf ewig sie selbst. Das ist es, wozu wir werden müssen.

Mein Wurm wird fett und hungrig. Ich füttere ihn mit ganzen Welten. Meine Astronomen sagen mir, dass sie die Tiefe selbst spüren können, und dass wir uns einen Weg zu ihr erobern.

Ich denke, Freude und Trauer werden schon bald eins sein. So wie Liebe und Tod.

XXIV: DER SCHREI

XXIV: DER SCHREI 5

Vers 3:4 — DER SCHREI

NEIN

Savathûn! Xivu Arath! Meine Geschwister.
Wir wurden betrogen. Wir werden niemals ewig leben.

Unsere Macht zerschmettert ganze Spezies. Wir atmen den Rauch ihrer brennenden Trümmer.
Das ist unser Abkommen mit dem Wurm, unserem Gott. Der Wurm verleiht uns Macht.
Doch wenn wir diese Macht einsetzen, vergrößert sich der Hunger unseres Wurms.
Wenn wir ihn nicht nähren, wird er uns von innen heraus verschlingen.

Wir haben dreihundertsechs Welten ausgelöscht.
Und nun bin ich mir sicher.

Der Hunger meines Wurms wächst schneller als die Macht, die ich aus ihm ziehe.
Wir sind durch unser Abkommen gebunden, unserer Natur zu gehorchen: Ewige Suche. Ewige List. Ewige Eroberung.
Doch während wir das tun, meine Geschwister, nähren wir unsere Würmer.

Und je mehr wir sie nähren, desto hungriger werden sie. Schneller und schneller.

Schon bald, meine Geschwister, werden wir derart mächtig sein, und unsere Würmer derart hungrig.
Dass wir sie mit all unserer Macht nicht mehr nähren können.
Und wir werden verschlungen werden.

WAS KÖNNEN WIR TUN?

XXV: Dictata ir Dakaua

XXV: Dictata ir Dakaua 5

Vers 3:5 — Dictata ir Dakaua

Achtung.

Perimeter-Sicherungseinheiten auf Position. Bereithalten zur Aufnahme neuer Befehle. Organ Sechzig, Assimilationsflüssigkeit prüfen, sonst droht sofortige Zuwiderhandlungs-Besteuerung.

Das Dakaua-Kriegsministerium ist jetzt online und wahr.

Im Radialjahr 989, Kerbe 3 bargen unsere Klienten im Dakaua-Nest ein interstellares Raumschiff. Laut Datierung durch Rumpf-Isotope wurde das Raumschiff vor 24.000 Jahren gebaut, etwa zur selben Zeit, als das Fundament-System den Kontakt zu unserer liebenswerten Ökumene verlor.

SEMANTIK-SPITZE EI—{}—~praga~

Söldner-Erkunder [austauschbare Klasse] entdeckten einen in Stase gefrorenen Organismus tief im Rumpf. Sie behauptet, sie sei Taox, ein Mitglied einer Proto-Schar-Spezies. Während der Nachbesprechung lieferte sie Aufzeichnungen vom Fall der Ammoniten-Zivilisation und wichtige Informationen über die Motive, Biologie und Führung der Schar.

NEGATIVE VERSTÄRKUNG Bomben.axon—{8X8}—Verhängung&

Im Verlauf des letzten Jahrhunderts haben die Perimeter-Sicherungseinheiten der Ökumene-Status-Armee es auf siebzehn (17!) verschiedenen Welten NICHT GESCHAFFT, dem Schar-Einfall Einhalt zu gebieten. Alle Spezies der Ökumene sind von der Ausrottung bedroht.

POSITIVE VERSTÄRKUNG Belohnung.axon—[11xvv2]—Inspiration%

Enthaupten. Verzögern. Für strategische Dakaua-Dikta für den Sieg gegen die Schar werben:

Identifizierung der hochrangigen Schar-Führungsorganismen AURASH, SATHONA und XI RO.

Diese Wesen mit maximaler Waffengewalt ins Visier nehmen. Kaedometrischer Schlag autorisiert.

Ziele verfolgen, wo immer sie sich zeigen. Der Zusammenhalt der Schar wird brüchig. Vollkommener Sieg über die Schar wird durch Genozid erreicht.

IMPULS AUSFÜHREN—{}—~indora~Verteidiger

XXVI: Stern um Stern um Stern

XXVI: Stern um Stern um Stern 5

Vers 3:6 — Stern um Stern um Stern

Unter einem grünen Feuerhimmel, in der Thronwelt von König Auryx, umarmen sich unsere Lords.

Wir, die Schar, sehen zu, wie Savathûn ihre Arme um Xivu Arath legt, wie Xivu Arath und Auryx gegenseitig ihre Unterarme umklammern, und wie Auryx Savathûn bei der Schulter nimmt. Sie sind riesig, riesig und sie brennen vor wütender Macht. Doch diese Umarmung ist Schwäche und wir verachten sie.

Noch nie zuvor haben wir unsere Lords verachtet. Haben sie uns enttäuscht? Wir, die Schar wurden zurückgedrängt, Welt um Welt.

„Ich bin am Ende“, sagt Savathûn. „Ich ersinne und plane, doch ich kann nicht genügend Blutvergießen ansammeln, um meinen Wurm zu nähren. Und je mehr ich mich anstrenge, desto hungriger wird er.“

„Ich schlachte und töte“, sagt Xivu Arath, „doch je härter ich kämpfe, desto mehr fordert mein Wurm. Auch ich bin am Ende“.

„Die Kriegsengel der Ökumene haben mich so oft getötet“, sagt Auryx, „dass ich es nicht wage, hinaus ins Universum zu gehen, außer ich brauche meine Macht, um mich zu schützen. Mein Wurm kaut hungrig an meiner Seele“.

Ist das das Ende unseres Kreuzzugs? Sind wir, die Schar, der Existenz nicht würdig?

Xivu Arath senkt ihren großen Kopf. „Wir sollten uns zurückziehen und unsere Kräfte sammeln“.

Savathûn schließt ihre Augen in erstaunter Niederlage. „Wir sollten den Wurm, unseren Gott, anflehen, uns zu sagen, was wir tun sollen“.

Doch König Auryx, der die Schönheit der endgültigen Form am besten kennt, brüllt sie an: „Habt ihr nichts gelernt? Wollt ihr euren Sinn verleugnen? Was immer wir auch tun, wir tun es durch Töten, einen Akt des Kampfes und der Macht. Dies ist der letzte Gebieter, dem wir dienen, dieser brutale Gebieter, und wenn wir uns von ihm abwenden, verdienen wir gefressen zu werden. Nein! Wir müssen unserer Natur gehorchen. Wir müssen weitsichtig sein, mutig und stark. Wir müssen dieses Geschenk, das der Wurm, unser Gott, uns gegeben hat, diese Herausforderung annehmen und einen Weg finden, weiter zu existieren!“

„Wie sollen wir unsere Würmer nähren?“ fragt Xivu Arath.

„Ich weiß es“, sagt die verschlagene Savathûn. „Ich kenne eine Möglichkeit. Doch sie funktioniert nur, wenn wir die Ökumene milliardenfach töten. Wie können wir sie besiegen?“

„Wenn wir ihre Stärken nicht schlagen können“, sagt Xivu Arath, „müssen wir ihre Schwächen infizieren. Denn sie sind Lords der Materie und physikalischen Gesetze.“

„Ich kenne eine Möglichkeit“, sagt König Auryx. „Doch sie erfordert große Macht. Mehr Macht, als irgendjemand von uns erlangen kann“.

„Dann tötet mich“, sagt Xivu Arath, „und setzt die Logik des Tötens ein, die Macht, die ihr unter Beweis stellt, wenn ihr jemanden tötet, der so mächtig ist, wie ich es bin.“

Da erhob König Auryx seine Klinge und trennte Xivu Araths Kopf ab.

„Und stranguliere mich“, sagte Savathûn und hielt ihre Klinge hinter ihrem Rücken versteckt. „Setze die Logik des Tötens ein, die Verschlagenheit, die du unter Beweis stellst, wenn du jemanden tötest, der so schlau ist, wie ich es bin.“

Doch König Auryx drehte sich mit der Geschwindigkeit und Macht von Xivu Arath und enthauptete Savathûn, bevor sie sich bewegen konnte. König Auryx war der Erste Navigator mit der Karte des Todes.

Dies waren wahre Tode, denn sie ereigneten sich in der Schwertwelt.

Dann wandte er sich dem Wurm namens Akka zu.

XXVII: Den Himmel verzehren

XXVII: Den Himmel verzehren 5

Vers 3:7 — Den Himmel verzehren

Notfallinstruktion.

Alle Militäreinheiten auf Position. Organ einhundertzwanzig, Kampf-oder-Flucht-Codierung prüfen, sonst droht die sichere, katastrophale Niederlage.

Der Ökumene-Krisenrat ist jetzt online und wahr.

Achtung.

Laut Radial 990, Kerbe 0 hat die Schar einen enormen Gegenangriff an der drehseitigen Front gestartet. Perimeter, Militär und Schockflotten melden Totalverluste. Wir rechnen mit der totalen Auflösung/Auslöschung der Ökumene in den nächsten zweihundertzwanzig Jahren.

WACHSAMKEITS-SPITZE EI—{}—~beachten~

Das Schar-Wesen Oryx/Aurash setzt eine parakausale ontopathogene Waffe ein, die Ökumene-Streitkräfte infiziert und untergräbt. Die Waffe wirkt bei einzelnen Zielobjekten. Die Ziele werden entführt und kehren als gefügige Schar-Sklaven mit unerklärlichen und physikalisch illegalen Fähigkeiten zurück.

Alle Ökumene-Mitglieder sollten SOFORT alle ökonomischen und kognitiven Ressourcen für Gegenmaßnahmen aufwenden.

Kämpft erbittert. Wir müssen die Schar jetzt aufhalten oder die Galaxis wird verschlungen.

IMPULS AUSFÜHREN—{10x10}—~abayard~Berserker

XVIII: König der Formen

XVIII: König der Formen 5

Vers 3:8 — König der Formen

Dies ist die Krönung von Oryx, dem König der Besessenen. Sie hat sich wie folgt ereignet.

Im kalten Abgrund der Schwertwelt wandelte König Auryx unter einem Mantel aus grünem Feuer. Er wandelte durch den Himmel und der Himmel erzitterte und gefror unter seinen Füßen. Er schritt weiter, bis er Akka, den Wurm der Geheimnisse, fand, der eine Wahrheit leugnete, bis sie zur Lüge wurde.

„Akka, mein Gott, Wurm der Geheimnisse. Ich bin Auryx, der alleinige König der Schar. Ich bin hier, um ein Geheimnis zu erhalten. Ich will die geheime Macht der Tiefe, die du hältst.”

„Ich gebe keine Geheimnisse”, sagte Akka, dessen Stimme Code war.

„Nein”, sagte Auryx, „du gibst nichts. Geben ist für den Himmel. Du verehrst die Tiefe, die verlangt, dass wir uns nehmen, was wir brauchen.”

Akka sagte nichts, denn wenn er diese Wahrheit leugnete, könnte die Wahrheit falsch werden.

„Doch du hast uns Larven gegeben, den Wurm”, sagte Auryx, „und deshalb verzehrt der Wurm uns jetzt: weil er gegeben wurde, nicht genommen. Also muss ich mir von dir nehmen, was ich brauche, auch wenn du mein Gott bist”.

Akka erwiderte: „Du hast nicht die Kraft dazu.”

Doch das war eine Lüge. Auryx hatte seine Geschwister Savathûn und Xivu Arath getötet und er hatte die Schwertlogik, sie zu töten.

Auryx, der Erste Navigator griff mit seinem Schwert und seinen Worten seinen Gott an und schnitt Akka in Stücke. Diesen Stücken entnahm er das Geheimnis, die Tiefe zu rufen. Er schrieb dieses Geheimnis auf Tafeln, die er die Tafeln des Ruins nannte. Und er trug sie um seine Hüfte.

Dann sprach Auryx: „Nun kann ich zur Tiefe sprechen, der wunderbaren endgültigen Form. Ich werde der König der Formen sein. Ich werde die Geheimnisse unseres Schicksals lernen.”

Seine Rede an die Dunkelheit ist hier nicht aufgezeichnet. Aber es ist bekannt, dass er zurückkehrte und sagte: „Nun bin ich Oryx, der König der Besessenen. Und ich habe die Macht, Leben zu nehmen, um es zu meinem eigenen zu machen”.

Dann ging er hinaus in das Universum und bekämpfte die Ökumene mit seinen Tafeln. Und der Wurm, sein Gott, war zufrieden.

XXIX: In Ruin geschnitzt

XXIX: In Ruin geschnitzt 5

Vers 3:9 — In Ruin geschnitzt

Oryx führte hundert Jahre lang gegen die Ökumene Krieg. Am Ende dieser hundert Jahre tötete er den Rat der Ökumene auf dem Fraktalkranz und aus dem Blut erhob sich Xivu Arath mit den Worten: „Ich in der Krieg und du hast mich mit Krieg zurückgeholt.”

Oryx war froh, denn er liebte Xivu Arath. Die Ökumene klagte vor Leid.

Dann führten Oryx und Xivu Arath vierzig Jahre lang Krieg gegen die Ökumene. Am Ende dieser vierzig Jahre sagte Oryx zum Dakaua-Nest: „Hört, ich bin eifersüchtig auf meine Schwester Xivu Arath, helft mir, sie zu töten.” Und voller Verzweiflung stimmten sie zu.

Doch er führte das Dakaua-Nest in eine Falle und es wurde ausgelöscht. Aus seiner Asche erhob sich Savathûn mit den Worten: „Ich bin die List und du hast mich mit List zurückgeholt.”

Oryx war froh, denn er liebte Savathûn. Die Ökumene floh in die Leere.

Dann führten sie tausend Jahre lang Krieg gegen die Ökumene und löschten sie so vollkommen aus, dass man sich nirgendwo, außer in diesem Buch, an sie erinnert. In diesem Buch und im Gedächtnis von Taox, die nicht gefunden wurde.

Und Savathûn sprach: „König Oryx, wie werden wir unsere Würmer füttern? Hast du meinen Plan ausgeführt?”

Oryx sprach zur Schar: Ich bin der König der Besessenen und hier ist mein Gesetz.

Ihr Leibeigenen werdet alle krallen und schreien und töten, was ihr könnt. Tötet genug, um euren Wurm zu nähren und ein wenig mehr, um zu wachsen. Überlasst den Rest als Zehnten dem Akolythen, der euch befehligt.

Ihr Akolythen führt die Leibeigenen in die Schlacht. Tötet genug, um euren Wurm zu nähren und ein wenig mehr, um zu wachsen. Nehmt den Zehnten von den Leibeigenen, die ihr anführt. Gebt den Rest als Zehnten an den Ritter oder die Hexe, die euch anführen. So zollt ihr Tribut.

Ihr Ritter und Hexen führt eure Anhänger in die Schlacht. Richtet genug Verwüstung an, um euren Wurm zu nähren und ein wenig mehr, um zu wachsen. Nehmt den Zehnten von euren Anhängern. Nehmt dann noch einen Teil, so viel ihr wagt, und setzt ihn für eure eigenen Zwecke ein. Doch wenn es zu viel ist, werden euch eure Brüder töten und ihn an sich nehmen. Gebt den Rest als Zehnten an den Aszendenten, dem ihr dient.

Aszendenten werden diejenigen der Schar, die genug Tribut sammeln, um die Unterwelt zu betreten. Sie zahlen den Zehnten an diejenigen über ihnen.

Und so fließt der Tribut die Kette nach oben, sodass Savathûn und Xivu Arath und ich selbst mit einem starken Tributstrom versorgt werden, und wir werden diesen Überfluss verwenden, um unsere Götter zu nähren und die Tiefe zu studieren. So werden alle Würmer genährt - solange wir unseren Kreuzzug fortsetzen.

Dies ist mein Gesetz. So schnitze ich es, in Ruin. Aiat.

XXX: eine goldene Amputation

XXX: eine goldene Amputation 5

Vers 4:0 — Eine goldene Amputation

Zorn!

Sehet den Zorn von Oryx, der sich in zehntausend Jahren angesammelt hat. Sehet die Goldene Amputation: den Fall von Taishibeth, das Ende eines Zeitalters. Wir schlagen die Welten von Taishibeth wie die Schädeltrommeln und wir jaulen freudig für unsere schwarzen Kriegsmonde, wenn sie silberne Orbitale und leuchtende Sternennetze rammen, wo sich kindliche Taishibethi-Sonnenraben krümmen und ungeboren sterben.

Zehn Mal durchschreitet Oryx diese Thronwelt.

Beim ersten Mal schickt Kraghoor den Verfluchten, um die Taishibethi-Welten mit Fäulnis zu überziehen.

Beim zweiten Mal entsenden die Tai ihre Kampfplattformen und Arsenalschiffe, um unsere Monde zu bekämpfen.

Beim dritten Mal trifft Oryx‘ Kriegspriester im Kampf auf sie und er ist siegreich, er streicht die Leere mit Feuer, er salzt die Erde mit Asche.

Beim vierten Mal geht die Ritter-Zweiheit Mengoor und Cra'adug zur Rabenbrücke und sie stehen auf ihr und töten zehn Jahre lang Tai.

Beim fünften Mal kommt der Tai-Kaiserrabe nach Hause zu ihrer Brücke, sie reißt einen Mond mit ihren Krallen, schlitzt ihn auf und tötet seine Brut.

Beim sechsten Mal spricht Oryx, er sagt, höre mir zu, Kaiserrabe, dann beschreibe ich dir die letzte wahre Form, die auf meine Tafel geschrieben ist. Und er holt seine Faust hervor, voll schwarzen Feuers und er verschluckt den Kaiserraben in einer Wunde.

Aiat! Nur Oryx kennt diese Macht, die Macht zu nehmen.

Beim siebten Mal kommt der Perfekte Rabe aus Oryx‘ Wunde, sie breitet ihre Schwingen über Taishibeth aus. Nie mehr wird ein Taishibethi-Kind geboren. Sie ist perfekt, sie führt den Willen von Oryx aus.

Beim achten Mal sagen die Tai: „Höre, du bist ein Verderber, ein Schließmuskel und Exkret, du verrottest, warum tötest du? Wir haben silberne Orbitale und goldene Sternennetze geschaffen. Wir haben Eier ausgebrütet. Wir hatten Gutes. Unsere Kleidung war schön, unser Essen hervorragend. Mit einer ihrer Federn hätte unsere Kaiserin die Götter kitzeln können.“

Beim neunten Mal sagte Oryx: „Dies ist der einzige Gott; die Möglichkeit zu bestimmen, was existieren darf und was nicht, die Macht, nicht-existent zu werden. Dies ist euer Gott. Er ist niemals kitzlig.

Beim zehnten Mal waren die Taishibethi ausgerottet.

Dann sagt Oryx: „Hört, meine Geschwister, wisst ihr, was wir getan haben? Wir haben uns einen Weg zum Rand der Tiefe erobert. Sie flüstert zu mir, wenn ich sie anrufe, und leitet meinen Flug. Sie sagt, wir sind an ihrer Schwelle und sollen hereinkommen.“

Ich werde gehen und mit ihr sprechen.

XXXI: Schlachten schlagen Wellen

XXXI: Schlachten schlagen Wellen 5

Vers 4:1 — Schlachten schlagen Wellen

Oryx stieg hinab in seine Thronwelt. Er ging hinaus in den Abgrund und bei jedem seiner Schritte las er eine der Tafeln, so dass sie wie Steine unter seinen Füßen wurden.

Er ging hinaus, erschuf einen Altar und bereitete einen ungeborenen Oger vor. Er rief die Tiefe mit den Worten an:

„Ich kann dich im Himmel sehen. Du bist die Wellen, die Kriege sind, und die Kriege sind Wellen. Komm in dieses Gefäß, das ich für dich vorbereitet habe.“

Und sie kam, die Tiefe selbst.

XXXII: Majestätisch. Majestätisch.

XXXII: Majestätisch. Majestätisch. 5

Vers 4:2 — Majestätisch. Majestätisch.

Oryx, mein König, mein Freund. Tritt zurück. Entspanne dich. Leg diese Rüstung ab, leg die Klinge beiseite. Strecke deine geplagten Schultern und sei weniger wachsam. Dies ist ein Ort des Lebens, ein Ort des Friedens.

Draußen in der Welt stellen wir eine einfache, wahre Frage. Eine Frage wie: Kann ich dich töten, kann ich deine Welt in Stücke reißen? Sag mir die Wahrheit. Denn wenn ich nicht frage, wird jemand für mich fragen.

Und sie nennen uns böse. Böse! Böse bedeutet ‚sozial unangepasst’. Wir sind die Anpassungsfähigkeit in Person.

Ah, Oryx, wie erklären wir es ihnen? Die Welt ist nicht auf den Gesetzen aufgebaut, die sie lieben. Nicht auf Freundschaft und gegenseitigem Interesse. Nicht auf Frieden, sondern auf Sieg mit allen Mitteln. Das Universum basiert auf Auslöschung, Ausrottung, auf Gammastrahlen, die Tausende grüne Welten verbrennen, auf heulenden Singularitäten, die junge Sonnen einsaugen. Und wenn das Leben leben soll, wenn irgendetwas bis ans Ende aller Dinge überleben soll, dann nicht durch ein Lächeln, sondern durch das Schwert, nicht an einem weichen Ort, sondern in einer harten Hölle, nicht im verrottenden Morast eines künstlichen Paradieses, sondern in der kalten, harten sich selbst bewussten Wahrheit des einen ultimativen Gebieters, des einzigen Richters, der Macht, die ihr eigener Maßstab und ihre eigene Quelle ist - Existenz um jeden Preis. Legt die Lügen und Waffenruhen ab, und die Verzögerungstaktiken, die sie ‚Zivilisation’ nennen, was bleibt ist diese wunderschöne Form.

Das Schicksal von allem ist so, in der Kollision, dem Test einer Praxis gegen eine andere. So verändert sich die Welt: Ein Weg trifft auf einen zweiten, es werden die Waffen entladen, Worte und Märkte gewechselt, es gibt Wettstreit und so ersucht man sich gegenseitig um das Recht, weiterhin etwas zu sein statt nichts. So findet das Universum heraus, was es letztendlich sein soll.

Und es ist majestätisch. Majestätisch. Es ist die einzige Sache, die in sich und aus sich selbst heraus wahr sein kann.

Und das ist es, was ich bin.

XXXIII: Wann träumen Monster

XXXIII: Wann träumen Monster 5

Vers 4:3 — Wann träumen Monster

Ich gehe die Straße hinunter, auf dem Weg zum Planetarium, um mit meinem Vater zu sprechen, und ich höre, nun, ich höre dieses Geräusch, also schaue ich zurück. Und meine Schwestern sind hinter mir und sie reißen die Straße auf. Sie haben riesige Schwerter, Hinrichtungsschwerter, und sie hebeln die Steine aus der Straße. Die Steine sind mit Schrift übersät. Sie sind wie Tafeln. Und darunter ist Schmutz voller Würmer.

Ich muss das Planetarium erreichen, bevor sie mich einholen, also beginne ich zu rennen, doch sofort bringt mich jemand zu Fall; es ist mein Vater, er hat den Fuß ausgestreckt und packt mich an den Hörnern und schwingt mich mit dem Gesicht voran auf den Boden. Ich habe so starke Schmerzen, dass ich fast einen Wurm ausspucke.

„Wieso warst du darauf nicht vorbereitet”, sagt Vater. Er trägt eine Blendschutzbrille, so eine glänzende Schutzbrille, mit der er sein Augenlicht bei Gewittern oder Seebränden schützt. Alle seine drei Augen spiegeln mich wider. „War dir nicht klar, dass sie eifersüchtig sein würden, weil sie nicht zum Planetarium kommen können, um mit mir zu reden? War dir nicht klar, dass sie sich gegen dich wenden würden?!”

Ich beginne zu heulen, als wäre ich wieder zwei Tage alt, und ich sage: „Vater, ich dachte, du wärst mein Freund, hier soll ich doch sicher sein.“ Aber er streckt nur seine Faust aus und mir wird klar, dass er über mich lacht, weil ich ihm geglaubt habe. Wieso habe ich gedacht, ich wäre hier sicher? In seiner Faust hält er eine schwarze Sonne und er hält mich an der Kehle und will die schwarze Sonne in mich hinein stoßen.

Ich kann meine Kiefer in seiner Schutzbrille sehen, drei Reflektionen meiner Kiefer mit so vielen Zähnen.

Also beginne ich, meinen Vater zu essen. Ich beiße große Stücke aus ihm heraus und zerreiße ihn. Ich verschlinge seine Beine und seine Arme und seine Schutzbrille und seine Augen und er sagt: Gut, gut, das ist majestätisch und wahr.

Doch meine Schwestern reißen immer noch die Straße auf, also weiß ich nicht, wie ich zurückkommen soll.

XXXIV: Schöner zu wissen

XXXIV: Schöner zu wissen 15

Vers 4:4 — Schöner zu wissen

Manchmal frage ich mich, ob ich ein Nihilist bin.

Ich tue nicht viel, außer Dinge zu zerstören. Das sagt man von mir: Wir hätten eine tolle Zivilisation haben können, wenn da nicht dieser verdammte Oryx wäre, diese verdammte Schar. Sie glaubt an nichts außer an den Tod.

Man kann nur etwas Gutes erschaffen, wenn man etwas erschafft, das nicht zerstört werden kann. Und der einzige Weg, das zu tun, ist, alles zu zerstören.

Ich bin froh, dass ich gelernt habe, dass das Universum vom Tod angetrieben wird. Es ist schöner, das zu wissen.

Doch ich habe mich an einem seltsamen Ort verlaufen.

Ich denke, dass Savathûn und Xivu Arath versuchen, mir die Tafeln zu stehlen. Sie müssen meinen Tribut abgeschnitten haben, als ich fort war, um mit der Tiefe zu kommunizieren. Ich liebe sie sehr. Niemand ist schlau oder stark genug, um mich zu zerstören. Niemand sonst kann mir dieses Geschenk geben.

Einst, vor langer Zeit, tötete ich Xivu Arath auf ihrem Kriegsmond und sie sprengte den gesamten Mond, um mich mit ihr zu töten. Sie lachte vor Freude. Ich lachte auch! Ein ganzer Mond! Ein ganzer Mond. Es war ein verschwendeter Mond, doch es lehrte mich, mich von explodierenden Welten zu retten, was nötig war, um gegen die Ökumene zu kämpfen.

Ich liebe die mächtige Xivu mehr als der Mond die Gezeiten. Ich werde sie dafür töten. Immer und immer wieder, für immer und ewig.

Wenn ich von meinen Wanderungen in der Tiefe zurückkehre und meinen Thron zurückerobert habe, werde ich Kinder haben. Das ist es, was ich brauche.

Söhne und Töchter zum Lieben und Töten.

XXXV: Diese Liebe ist Krieg

XXXV: Diese Liebe ist Krieg 15

Vers 4:5 — Diese Liebe ist Krieg

Xivu über Oryx —
Geäußert von Xivu Arath —
Schwester von Oryx —

VERRAT. Wir haben Oryx in der Tiefe stranden lassen. Das ist unsere Pflicht als Lords der Schar, Krieg gegeneinander zu führen, Schwäche auszumerzen und uns zu schärfen.

PFLICHTEN. Einmal habe ich Oryx erlaubt, mich zu töten, auf dass er die Schwertlogik erlangen könne, um Akka, unseren Gott, zu besiegen. So war ich tief in meinem Thron gefangen. Doch Oryx, mein Bruder, führte Krieg gegen die Ökumene, und in diesem Krieg beschrieb er mich, weil auch ich der Krieg bin. So wurde ich wiedergeboren.

AUFERSTEHUNG. Savathûn und ich haben geplant, Oryx bei seiner Expedition zu stranden. Doch insgeheim glaube ich, dass ich stärker sein werde, wenn ich Krieg gegen Oryx führen kann. So beschreibe ich ihn.

EINE BESCHREIBUNG VON ORYX.

Wenn Oryx dich ansieht, hast du das Gefühl, du würdest verschwinden, wenn er wieder wegsieht.

Der Kamm von Oryx’ Schädel ist so lang wie ein Arm. Im Verlauf seines Lebens wandert ein Gedanke von einem Ende zum anderen. Auf seinen Kamm habe ich eine Linie mit meinem Blut gemalt, damit er sich an mich erinnert.

Jeder von Oryx’ Reißzähnen hat die Präzision eines Fingers und die Schärfe eines Auges.

Obwohl er am Grunde des Universums geboren und das Graben gelehrt wurde, sind Oryx Flügel gewachsen. Das Licht des Lauffeuers scheint durch sie hindurch. Oryx lehrt, doch er lässt sich nicht belehren.

Oryx’ Körper ist mit Kraft verschnürt. Seine Sehnen und seine Muskeln sind so stark wie seine Kinder, und seine Kinder sind seine Kraft.

Oryx trägt Kleidung aus Wurmseide, gefertigt aus der Glückshaube der Götter.

Die Stimme von Oryx kann zwei unterschiedliche Zahlen in eine von gleichem Wert verwandeln.

Oryx, mein Bruder, ist der Tapferste, den ich kenne. Auf dem Fundament lernte er, dass wir die natürliche Beute des Universums sind, die zerbrechlichsten und verzweifeltsten aller Wesen. Er hat lange darüber nachgedacht und einen Weg gefunden, das zu ändern. Er hat uns stark gemacht. Er wird uns in die Ewigkeit führen.

Oryx, mein Bruder, liebt mich, und diese Liebe ist Krieg.

XXXVI: Hoffnungsfresser

XXXVI: Hoffnungsfresser 10

Vers 4:6 — Hoffnungsfresser

Du bist Crota, mein Sohn. Willkommen.

Ich habe mir meinen Weg aus der Hölle gekämpft, um dich zu erschaffen. Ich habe meine verräterischen Geschwister gefunden und gegen die wimmelnde Leiche von Akka gekämpft und ich habe mir meinen Weg zurück an meinen eigenen Hof freigeschnitten, den Hohen Krieg, dessen ich beraubt wurde. Nachdem ich Krieg gegen Savathûn geführt und ihren Tribut verkrüppelt hatte, auf dass sie mich nie wieder herausfordern würde, und nachdem ich Xivu Arath hereingelegt und ihren Tribut vergiftet hatte, so dass sie nie wieder versuchen würde, meine Tafeln zu nehmen, und nachdem ich meine eigene Abstammung so arrangiert hatte, dass ich der Größte der Schar war und meinen Thron gesichert hatte - suchte ich mir eine Mutter, um Nachkommen zu zeugen.

Einer dieser Nachkommen warst du.

Dein Leben wird auch ein Kampf sein. Du wirst dir deinen Platz im Hohen Krieg erkämpfen müssen. Ich werde dir nichts schenken ... außer dein erstes Schwert und diesen Namen, den ich für dich vorbereitet habe.

Wir kämpfen einen Krieg gegen falsche Hoffnung, Crota. Wir jagen einen Gott namens Der Reisende, einen Hausierer-Gott, der junges Leben dazu bringt, ihm Häuser zu bauen. Diese Häuser sind unsicher, da sie nicht gegen meine Schar bestehen können. Und diese Häuser sind eine Falle - da sie junges Leben von der Klinge und dem Zahn wegführen, die die Werkzeuge zum Überleben und die Mittel zum Aufstieg sind.

Erst wenn der Reisende vernichtet ist, wird das Universum frei sein, um sich neu anzuordnen und durch grausamen Wettkampf seine finale, perfekte Form zu erlangen, eine Form, die von nichts als sich selbst abhängig ist.

Deshalb nenne ich dich Crota, den Hoffnungsfresser.

Auf mir lastet ein Schwur, Crota, mein Sohn, ein Schwur gegen die elende Taox. Diesen gebe ich dir nicht. Ich, dein Vater, muss ihn tragen.

Komm, lerne deine Tanten und Onkel kennen.

XXXVII: Formen : Punkte

XXXVII: Formen : Punkte 10

Vers 4:7 — Formen : Punkte

Seht euch nur an!

Du bist schon gewachsen, meine Tochter, du bist schon eine Hexe. War ich so lange fort? Nun bist du Ir Anûk und Savathûn lacht und tobt ob deiner Brillanz. Du hast elf Axiome geschrieben, die die Aszendenten-Orte beschreiben, unsere Thronwelt. Du hast verkündet, dass du eines dieser Axiome töten wirst, wie Akka die Wahrheit töten würde, und indem du dich mit Akka umhüllst, wirst du zu einer Göttin, so wie ich ein Gott bin.

Wenn du das versuchst, könnte ich dich töten oder ich könnte dir applaudieren. Gut gemacht. Ich habe dir diese bittere Säure für deine Feierlichkeiten gebracht.

Und du, Ir Halak, auch du bist eine Hexe, wie es bei Zwillingen Brauch ist. Ich war bei Xivu Arath, die sich beschwert, dass du ein Lied erschaffen und es in ihrer Thronwelt gesungen hast, es hat alle getötet, die zugehört haben, recht unwiderruflich. Werden wir Lieder statt Schwertern und Explosionen haben?

Was hast du für mich gemacht? Es ist ein Zahn in der Form des Todes! Ich werde ihn in meinem Mund behalten. Was hast du für mich geschrieben? Es ist der Kurs des Nicha-Gedankenschiffs! Ich werde es finden.

Ich habe euch erschaffen, indem ich eine Larve entzwei geschnitten habe. Sie wollte nicht sterben. Jede Hälfte wuchs zu einer von euch heran. Der Name meines Schwertes ist Willensbrecher, doch euch konnte es nie zerbrechen.

XXXVIII: Die Teilung des Todes

XXXVIII: Die Teilung des Todes 10

Vers 4:8 — Die Teilung des Todes

Eines Tages beschloss Oryx, sich neue Flügel wachsen zu lassen. Während er mit seinem Wurm kämpfte, traf er auf seine Zwillingstöchter, die in einer Wunde zwischen den Orten starben.

„Was tut ihr, meine Töchter?”, fragte er. Er fürchtete, dass Ir Halak und Ir Anûk versuchten, in die Tiefe zu gelangen, wo nur die Tafeln des Ruins es Oryx ermöglichten, hinzugehen.

„Wir sterben, Vater”, sagten sie, „so oft wir es schaffen.”

„Das ist bezaubernd frühreif.” Oryx schüttelte seine neuen Flügel aus. „Aber wieso?”

„Wir schlagen eine Methode vor, durch Aszendenten-Seelen abgetrennt und in eine tautologische und autonome Thanatosphäre integriert werden zu können, die wir vorläufig eine Überseele nennen. Überseelen können als ein Mechanismus zur erweiterten Widerstandsfähigkeit gegen den Tod in einer Thronwelt aufbewahrt werden. Als Nebenwirkung können wir unser Todeslied weiter verbessern, was uns einem allgemeinhin wirksamen parakausalen Todesimpuls näher bringt.”

Oryx schwang sein Schwert: „Sprecht die königliche Sprache oder ich spieße euch auf, damit Eir euch fressen kann.”

„Wenn wir unseren Tod von uns trennen und ihn verstecken, werden wir schwer zu töten sein.”

Oryx ging zu seinem Sohn, Crota. „Behalte deine Schwestern im Auge”, sagte er, „Von ihnen kannst du Scharfsinn lernen.”

Aber während Oryx reiste, um zu beobachten, wie die Tiefe eine uralte Festungswelt zerstörte, verschwor sich Crota mit seinen Schwestern, um ihre Geheimnisse zu erfahren. „Ich werde auch mit einer Wunde experimentieren”, sagte er. Mit seinem Schwert schnitt Crota eine neue Wunde, in einen neuen Raum. Hier, dachte er, könne er eine geheime Kraft erlangen.

Aus dieser Wunde kamen Maschinen namens Vex. Sie drangen in Oryx’ Thronwelt ein.

XXXIX: öffne dein Auge : geh hinein

XXXIX: öffne dein Auge : geh hinein 10

Vers 4:9 — öffne dein Auge : geh hinein

Die Vex klapperten herum und konstruierten große Probleme. Anfangs waren ihre Konstruktionen gestört, weil sie die Schwertlogik nicht verstanden, die alle Regeln in Oryx’ Thronwelt definierten. Die Geometrie verwirrte sie.

„Ich zerschneide sie”, sagte Crota. Doch in diesem Moment manifestierte das Vex-Ritual-der-besseren-Gedanken einen Geist namens Quria, Klingenwandler. Quria folgerte die Schwertlogik.

Ich muss alles töten, entschied Quria. Dann werde ich stark sein.

Crotas Tor begann, Krieger-Vex hervorzubringen, groß und blechern. Er sprang vor, um sie zu bekämpfen, doch sie verschwanden blitzschnell. Nachdem sie vor Crota geflohen waren, töteten sie zweitausend von Oryx’ Akolythen und zehntausend seiner Leibeigenen. Bald hatten sie sich als Mächte in dieser Welt etabliert, durch das Recht des Massakers.

„Kommt her, Schwester-Hexen”, rief Ir Halak, „wir brauchen euch.” Ir Anûk zog einen Schwertstern aus dem Himmel. Gemeinsam luden die Hexen ihn mit Tötungskraft auf und schufen ein Vernichter-Totem, mit dem sie die Vex zermalmten.

„Schließe die Wunde, Bruder Crota”, befahl Anûk. „Wir werden einen listigen Weg finden, sie zu vernichten, aber erst, nachdem sie aufgehört haben, Probleme für uns zu konstruieren.”

Doch Quria hatte sich auf die andere Seite des Tors versetzt und eine Haltevorrichtung gebaut, um den Weg offen zu halten. Es war Qurias Ziel, die parakausale Physik von Oryx’ Thron auszunutzen, um göttlich zu werden. Es organisierte eine Reihe von Test-Invasionen.

Für Hunderte von Jahren lokaler Zeit kämpften die Geschwister gegen die Vex. Als die Vex in die Schwertwelt kamen, wurden sie auf unvermeidliche Weise ausgelöscht, doch als die Schar in die Welt der Vex eindrang, verlor sie zu viel ihrer Macht, um zu gewinnen.

„Vater wird unsere Seelen fressen”, seufzte Halak.

Quria nahm einige Wurmlarven gefangen und führte Experimente an ihnen durch. Bald offenbarte Quria, Klingenwandler religiöse Taktiken. Indem es dafür sorgte, dass die Würmer verehrt wurden, erfuhr Quria, dass es die Realität mit feinen ontopathogenen Effekten verändern konnte. Als effiziente Maschine fertigte Quria eine Priesterschaft und befahl all seinen Untergeistern, an Verehrung zu glauben. Dann machte es sich daran, gefährliche Organismen zu entführen und zu töten, damit es sich zu einer Schar-Gottheit urladen konnte. Aus irgendwelchen Vex-Gründen versuchte Quria nie, Wurmlarven in seine Geistflüssigkeit zu speisen.

Savathûn lachte, weil sie Crota dazu gebracht hatte, in diesem Raum zu schneiden.

Dies erregte die Aufmerksamkeit des Wurms, unseres Gottes. „ORYX, rief Eir“, „STELLE WIEDER ORDNUNG IN DEINEM HAUS HER.“

XL: Ein Kaiser für alle Ergebnisse

XL: Ein Kaiser für alle Ergebnisse 10

Vers 4:10 — Ein Kaiser für alle Ergebnisse

Oryx eilte nach Hause und las in den Tafeln des Ruins. Er steckte einige der Vex in Wunden, um von der Macht der Tiefe besessen zu werden. So brachte er die Vex gegeneinander auf. Quria manifestierte eine Reihe von Taktiken, doch keine davon war anpassungsfähig. Oryx zermalmte alle Vex in seinem Thron.

Oryx dachte, er sollte Geometrie studieren, wie die Vex. Es war eine Karte aus perfekten Formen. Doch zuerst musste er Unvollkommenheit bestrafen.

„Mein Sohn”, sagte er, „dies ist deine Strafe. Kehre ruhmreich nach Hause oder stirb vergessen!” Er hob Crota an den Beinen hoch und warf ihn durch das Vex-Tornetzwerk.

Crota kämpfte sich durch die Geschichte und wurde zu einem legendären Dämon. In seinen frühen Jahrhunderten verschonte er häufig einige Opfer, um Schwüre und Proteste gegen seinen Vater zu hören. Später begann er, Oryx zu verstehen, und er errichtete Tempel und Denkmäler, wohin er auch ging.

In der Zwischenzeit dachte Oryx über die Vex nach. „Ich habe einen würdigen Rivalen gefunden”, sagte er. „Sie wollen ewig existieren, genau wie ich. Doch ich verstehe sie nicht.”

Daraufhin begann sein Wurm, an ihm zu kauen, weil er kurz davor war zu verstehen.

Er rief Savathûn zu einem Treffen in der materiellen Welt. Sie sagte ihm, dass die Vex unermüdlich daran arbeiteten, alles zu verstehen, damit sie eine Siegesbedingung für jeden möglichen Endzustand des Universums erschaffen konnten.

„Dann muss ich ein besserer König sein”, sagte Oryx. „Wenn sie einen Kaiser für alle Ergebnisse schaffen wollen, dann werde ich nur der König eines einzelnen. Ich werde der Tiefe folgen, wohin auch immer sie geht, und ihre Macht dokumentieren. Lass uns einen Katalog des Weltengrabes erstellen, der unsere Karte zum Sieg sein wird.”

Oryx wusste, dass alles Leben als zellulare Automaten beschrieben werden konnte, außer das Leben, das die Tiefe oder den Himmel verstand, und so der Kausalität entkam.

Aus Liebe zu ihrem Bruder, die dem Wunsch, ihn zu töten, in nichts nachstand, verriet Savathûn Xivu Arath ein Geheimnis: „Hör zu, Xivu, Oryx’ Thronwelt wurde kompromittiert. Du kannst dir von hier einen Weg hineinschneiden.“ Xivu Arath benutzte dieses Wissen, um einen Hinterhalt zu planen.

Doch Oryx war zu schlau. Der König der Besessenen sagte zu seinem Hof, dem Hohen Krieg: „Meine Thronwelt ist verwundbar. Ich werde sie verschieben.”

„Wohin?“ fragte Kagoor, Weltenreißerin.

„In ein mächtiges Grabschiff”, sagte Oryx. „Ich werde den glorreichen Kosmos meines Geistes im Inneren eines gewaltigen Kriegsschiffes aufbewahren.”

Das Grabschiff

Das Grabschiff 10

Vers 4:11 — Grabschiff

Um sein Schiff zu bauen, schnitzte Oryx ein Stück von Akka - tot, doch lange nicht fort. Er stahl den Hammer von Xivu Arath und das Skalpell von Savathûn und er panzerte sein Schiff mit tödlicher Rüstung.

Als Oryx sein Grabschiff gebaut hatte, stülpte er seine Thronwelt von innen nach außen, so dass sie in den materiellen Raum des Grabschiffes blutete. Sie waren angrenzend und verbunden, sein Schiff und seine Sünde. Das Grabschiff befand sich innerhalb des Throns von Oryx, doch der Thron von Oryx war das Grabschiff. Aiat!

Dies erforderte einen Vers von den Tafeln des Ruins. Der gesamte Hof arbeitete zusammen, um Oryx’ Thron von innen nach außen zu stülpen. Dies war ein Tag freudiger Gewalt und alle von Oryx’ Brut nennen diesen Feiertag den Umkehrungstag, der gefeiert wird, indem Dinge von innen nach außen gekehrt werden.

Oryx sprach,

Zieht aus ins Universum, mein Hof.
Sammelt Tribute für mich. Schickt sie nach Hause zu meinem Schiff.
Wenn ich euch rufe, führt diesen Tribut zu meinem Hof.
Ich werde mich auf lange Reisen vorbereiten - [Ich bin Savathûn, hinterhältig]
In den Krieg - [Ich mache diese Notizen für dich]
In die Tiefe - [Diese Bücher sind voller Lügen!]

Nun war Oryx’ Thron vor Übergriffen sicher, weil er sich so flink bewegte.

Oryx griff die harmonische Flottille Unbesiegbar an, die das Nicha-Gedankenschiff bewachte. Als die Flottille sein Grabschiff umzingelte, steckte Oryx sein Schwert in den Rumpf und er benutzte die Macht der Tiefe (und die schlauen Systeme, die seine Töchter gebaut hatten), um seine Thronwelt in die bloße Realität zu schieben.

Durch Zorn und Selbstvertrauen füllte er den Raum mit einem Ei seines Throns. Es schwoll an wie ein Geisterstern, um die harmonische Flottille Unbesiegbar zu zerquetschen. Oryx brach das letzte Wort ihres Namens ab.

Auf dem Nicha-Gedankenschiff erhoffte sich Oryx, den Standort des Gabenmasts zu finden, den der Reisende zurückgelassen hatte. Oryx wollte ihn fressen.

Doch das Gedankenschiff war eine Falle. Darauf befand sich Quria, Klingenwandler.

XLII: <>|<>|<>

XLII: <>|<>|<> 10

Vers 5:0 — <>|<>|<>

<verbieten>|<simulieren>|<anbeten>

Ich werde dich töten. Ich werde mein Fleisch mit deinen salzigen kleinen Gedanken würzen. Ich werde auf deinem zerbrochenen, geschmolzenen Schädel Fleisch kochen.

<andeuten>|<unterminieren>|<kopieren>

Dieses Schiff ist mein Thron. Du willst es mir wegnehmen. Du willst es mit deiner eigenen Brut füllen und es für deine abstrakten Zwecke missbrauchen. Doch ich widersetze mich dir.

<beobachten>!<imitieren>!<umstürzen>

Du wirst niemals sein, was ich bin. Simuliere mich, armes Wesen. Kalkuliere die Permutationen meiner Göttlichkeit. Berechne den Tod in der Form meines Throns. Wirf meinen Schatten auf die Felsen von zehntausend Friedhofswelten! Es wird nie genug sein. Ich besitze die Tafeln des Ruins. Ich spreche mit der Tiefe. Du könntest mich nicht einmal mit einer Galaxie aus denkender Materie umzingeln. Sieh nur!

<unbekannt>|<Rätsel>|<Verlust>

<abbrechen>!<aufhören>!<abbrechen>

XLIII: Ende der gescheiterten Zeitlinie

XLIII: Ende der gescheiterten Zeitlinie 10

Vers 5:1 — Ende der gescheiterten Zeitlinie

Quria weiß, dass es nicht gewinnen kann.

Die Welt im Inneren von Oryx‘ Schiff hat etwas Pathologisches an sich. Sie widersetzt sich jeglicher Analyse mit brennender, toter Boshaftigkeit. Und Oryx selbst ist unteilbar - er weigert sich, Qurias Simulationen zu folgen, er wütet umher und sät Chaos, er schnappt sich Untergeister und korrumpiert sie mit einer Art ontologischer Waffe. Parakausale Systeme. Überaus problematisch.

Quria versucht es mit den religiösen Taktiken, die es in der Schar-Mannigfaltigkeit entwickelt hat. Doch selbst unter diesen Bedingungen ist Oryx noch stark, so stark. Quria wird seine Tore nicht mehr lange schützen können.

Die beste Simulation von Oryx über die Quria verfügt, ist ein näherungsweises Urabbild. Es ist falsch - dessen ist Quria sich sicher, es entspricht Oryx ohne den Symbionten-Organismus, ohne Schwingen und Stadien, ohne die Waffe, ohne seine Kraft. Zu nichts zu gebrauchen.

Quria manifestiert diese Simulation dennoch. Nur um zu sehen, was passiert.

Der König der Besessenen marschiert über Qurias Hydrarumpf, bewaffnet mit Schwert und Magie, in alten Stoff gewandet, und das Universum um ihn herum jammert vor Angst. Qurias physikalische Modelle und Spielzeugwelten wanken und stürzen in sich zusammen.

Quria beobachtet wachsam und aufmerksam, wie ein einzelnes Quark aus der Spitze von Oryx‘ Schwert herausbricht.

Im Inneren des Hydrarumpfs erhebt Qurias winziger Nicht-Oryx seine Stimme. Er sagt: „Was bist du?“, und ruft damit Angst und Schrecken hervor.

Oryx‘ Augen brennen mit einer Neugier, die gleichermaßen auch Hass und unbändiger Hunger ist. „Aurash“, spricht er in seiner Schar-Sprache. „Du hast mich so geschaffen, wie ich einst war. Du hast einen kleinen Aurash geschaffen. Ha!“

Quria aktualisiert den Namen der Simulation. Aurash ist neugierig: „Du bist ich? Du bist, was einmal aus mir wird?“

Oryx kniet nieder. Sein Schwert ruht auf seiner linken Schulter. Quria feuert sämtliche verfügbaren Waffen auf ihn ab, doch sein Schutz gibt nicht nach. Er blickt durch den hämmernden Beschuss in Qurias Sensoren und sagt: „Kind, ich habe alles, was du dir gewünscht hast. Ich bin unsterblich. Ich kenne die großen Geheimnisse des Universums. Ich habe die Ränder der Dunkelheit gesehen und den Lügengott entlang galaktischer Ausläufer in einem heulenden Mondrudel gejagt. In meiner Faust trage ich die geheime Macht, die die Unendlichkeit beherrschen wird. In meinem Wurm trage ich den Tribut meines Hofes und meiner Kinder, dem Hoffnungsfresser, der Weberin und der Enthüllerin; und mit diesem Tribut zerquetsche ich meine Feinde. Ich bin Oryx, der König der Besessenen. Ich bin allmächtig.“

Quria wertet die vom Ökumenentor geborgenen Taox-Informationen aus. Sie enthalten nützliche Namen. Es speist sie in die Simulation ein.

„Was ist mit deinen Schwestern?“, fragt Aurash sein zukünftiges Ich. „Sathona? Xi Ro? Sind sie auch hier?“

Die Zähne des Königs der Besessenen blitzen auf. Das Geräusch könnte ein Lachen sein oder ein Zischen.

Quria fährt seine Waffen herunter und nutzt alle verbleibenden Ressourcen, um den höheren Vex Telemetriedaten zu senden. Es wird Punkte im Raum und in der Zeit geben, an denen diese Daten entscheidend sein können. Es werden große Projekte unternommen werden zum Studium dieser ontologischen Kraft, dieses Thronraums.

„Wo sind meine Schwestern?“, schreit Aurash. „Was hast du meiner Familie angetan? Was hast du getan?“

Doch Oryx‘ Faust ist voller Schwarzfeuer und das nächste, was Quria sieht, ist ein sternengleiches Licht.

XLIV: Ewig stichhaltiger Beweis

XLIV: Ewig stichhaltiger Beweis 10

Vers 5:2 — Ewig stichhaltiger Beweis

„Ich habe ein Geschenk für dich“, sagt Oryx.

Savathûn, Hexenkönigin, sieht ihn mit nüchterner Vorsicht an. „Verlangt die Schwertlogik, dass ich mich in die Tiefe begebe und mir deine Kraft eigenhändig nehme?“

Ihre Abbilder bewegen sich zwischen den Kriegsmonden, laufen zusammen über den Rumpf eines zweitausend Jahre alten Kriegsschiffs. Savathûns Flotte hat sich hier versammelt in Vorbereitung auf den Angriff auf den Gabenmast. So ist der Weg der Tiefe, immer auf der Spur ihrer Beute, und die Schar ist ihre Vorhut.

„Es ist ein Vex, den ich gefangen genommen habe. Quria, Klingenwandler. Er hatte es auf meinen Thron abgesehen. Ich dachte, du würdest ihn vielleicht gerne studieren.“ Oryx hält inne zum Verdauen - durch das Band der Abstammung spürt er selbst über die Entfernung vieler Welten hinweg Crotas Zerstörungswut und sie schmeckt süß wie Fett. „Quria enthält einen Vex-Versuch, mich zu simulieren. Vielleicht erstellt es noch weitere - dich vielleicht oder Xivu Arath. Ich habe ihm etwas von seinem eigenen Willen gelassen, damit er dich überraschen kann.“

„Dann wird es wohl explodieren und mich töten“, murrt Savathûn. „Oder es lässt die Maschinen in meinen Thron und sie verwandeln alles zu Uhren und Glas.“

„Wenn es dich tötet, hast du den Tod auch verdient“, stellt Oryx mit stiller Erregung, einer freudigen Erregung, fest, denn es ist gut, die Wahrheit auszusprechen.

„Du weißt, ich habe noch keinen stichhaltigen Beweis.“ Savathûn streichelt die Leere mit einer langen Klaue und die Raumzeit ächzt unter ihrer Berührung. „Diese Sache, an die wir glauben - dass wir das Universum befreien, indem wir es verzehren, dass wir die Fäulnis herausschneiden und auf dem Weg zur finalen Form sind - ich habe keinen stichhaltigen, unwiderlegbaren Beweis. Wir könnten falsch liegen.“

Oryx sieht sie für einen kurzen Moment an, nur einen Moment, er ist nostalgisch, er ist sentimental. Er denkt: „Stell dir all die Jahre vor, die hinter uns liegen, die Dinge, die wir getan haben. Und dennoch fühlt sich das Altsein nicht wie eine Narbe an, oder? Es hat mich nicht abgestumpft. Ich fühle mich lebendig, lebendig mit dir, und jedes Mal, wenn ich von meinem Thron in diese Welt zurückkehre, fühle ich mich wieder, als wäre ich zwei Jahre alt, am Boden des Universums, nach oben blickend.“

Doch er sagt: „Schwester, sieh uns an. Wir sind der Beweis, wir, die Schar. Wenn wir ewig leben, beweisen wir es und wenn etwas noch Unbarmherzigeres uns vernichtet, ist der Beweis in Stein gemeißelt.“

Sie sieht ihn mit stechendem Blick an. „Das gefällt mir“, sagt sie, „es ist elegant“, auch wenn ihr derselbe Gedanke früher schon gekommen ist.

XLV: Ich werde sie alle in Zellen sperren.

XLV: Ich werde sie alle in Zellen sperren. 10

Vers 5:3 — Ich werde sie alle in Zellen sperren.

Beute und Opfer —
Geäußert von Xivu Arath —
Göttin des Krieges —

HARMONIE. Als der Reisende an der Harmonie vorbeizog, belog er die Orbits von zehn Planeten. Nun umkreisen sie das schwarze Loch. Der Reisende belog die Akkretionsscheibe, damit sie warmes Licht spendete.

DER GABENMAST. Als der Reisende die Harmonie verließ, formte er ein Monument aus dem Strahlstrom des schwarzen Lochs. In den Strom befindet sich ein hohler Mast, der im Glanze singt. Das ist der Gabenmast und wir werden ihn verschlingen, den Himmel daraus verzehren und ihn wie einen Knochen zerbrechen.

DER HARMONIE-STACHEL. Die Harmonie hat ihren toten Stern in eine Waffe verwandelt. Sie können die Akkretionsscheibe dazu bringen, relativistische Plasmajets auszustoßen. Wir holen uns den Stachel. Wir werden damit ihre Welten verbrennen. Ich gewähre dem ersten Aszendenten, der eine Welt vernichtet, einen Tributtempel!

ORYX. Ich werde mich am Gabenmast laben! Ich werde ihn mir zuerst holen! Ich bin Xivu Arath und der Krieg ist mein Tempel. Fürchtet die Töchter von Oryx, denn sie erschaffen und zerstören mit Leichtigkeit.

SAVATHÛN. Die trügerische Schwester wird von Arkana und dem Lied des schwarzen Lochs abgelenkt sein. Kümmert euch mit Verachtung um ihre Brut.

DER REISENDE. Wir jagen ihn und werden ihn verzehren. Die Tiefe wird den Kosmos beherrschen.

DIE DRACHEN. Unsere Götter sollten uns allein gehören. Ihre selbstgefällige Ungebundenheit beleidigt mich. Ich werde sie alle in Zellen sperren. Bringt sie mir!

XLVI: Der Gabenmast

XLVI: Der Gabenmast 10

Vers 5:4 — Der Gabenmast

Der Gabenmast!

Er erhebt sich über diesem Sternensystem wie ein Monument des Verrats. Er strahlt silbernes Licht aus. Er singt ein Wiegenlied voller besänftigender Lügen.

In seinem Licht lebt die Harmonie und sie ist nun unsere Beute.

Xivu Arath trifft an der Spitze ihrer Armada ein. Sie bekämpft die Harmonie schon seit fünfzig Jahren mit Strategie und Disziplin. Doch die Harmonie nutzt Drachenwünsche und ihre Wunschbischöfe bekämpfen Xivu auf der Aszendenten-Ebene.

Xivu kann nur einen Patt erzielen.

Als Nächstes trifft Savathûn ein, flankiert von ihrem Chor und ihren Zelebranten. Mit Hilfe von Tarnung und Täuschung erreichen sie Ana-Harmonie, um diese Drachen aufzuschneiden. Der Wurm, unser Gott, lacht und lacht.

Seit Hunderten von Jahren unterhält Savathûn geheime Hexenzirkel innerhalb der Harmonie.

Doch Oryx war der Erste, dessen Brut an geheimen Orten in den Trümmern der Akkretionsscheibe wuchs. Der Erste Navigator schleudert Felsen und Kometen auf die Harmonie-Welten, um die Harmonie-Flotte zu zerstreuen. Er schickt Säher, um die Harmonie-Welten mit seiner Brut zu infiltrieren.

Hier in der Mitte des fünften Buchs ist die Schar so mächtig geworden, dass die Auslöschung allen falschen Lebens nur noch Routine für sie ist.

Xivu Arath tötet die Wunschbischöfe, Savathûn findet eine geheime Bestimmung und der Hof von Oryx Hof zerstört den Gabenmast. Das Volk der Harmonie leidet in Furcht und es stürzt sich zum Ertrinken in die silbernen Seen von Ana-Harmonie.

„Kommt“, sagt Oryx, „speist vom Gabenmast, denn ich bin ein großzügiger Gott. Von allen fünf Teilen beanspruche ich nur zwei für mich.“

Der Mast ist erfüllt vom Licht des Reisenden, vom süßen Mark des Himmels. Alle, die davon essen, spüren die ekstatische Gewissheit, dass sie einem großen und notwendigen Zweck dienen.

Dann sagt Savathûn: „Geschwister, hört mich an, wir müssen uns eine Weile trennen, um uns in unterschiedliche Richtungen zu entwickeln.“ Sie fliegt ihre Kriegsmonde ins schwarze Loch. Ihr Thron rückt in weite Ferne.

Xivu Arath antwortet: „König Oryx, du nimmst zu viel Platz ein. Deine Macht engt meinen Entscheidungsfreiraum zu sehr ein. Ich muss dich verlassen.“ Sie fliegt mit ihren Kriegsmonden in die Nacht. Ihr Thron ist verriegelt.

Dann war Oryx allein. Er verbrachte eine Weile in Gedanken und diese Gedanken sind hier aufgezeichnet.

XLVII: Apokalypse im R&#252;ckzug

XLVII: Apokalypse im Rückzug 15

Vers 5:5 — Apokalypse im Rückzug

Dies ist unsere Nachricht an alle, die wir töten werden.

Jede Spezies, die glaubt, dass sich ein gutes Leben mithilfe von Zivilisationen und Verhaltensregeln erreichen lässt, ist dem Untergang geweiht. Sie werden in Angst und Schrecken sterben. Die Gesetzlosen und Skrupellosen ziehen sie hinunter in den Tod. Das Universum wird ihre Monumente auslöschen.

Doch diejenigen, die sich entscheiden, das eine Gesetz zu verstehen und ihm zu dienen, erringen durch diese Entscheidung die Kontrolle über ihre Zukunft. Sie gewinnen Hoffnung auf den Aufstieg und mit ihrer Unbarmherzigkeit helfen sie dem Universum beim Erreichen seiner perfekten Form.

Nur indem wir uns selbst von jeglichem Mitgefühl für die Schwachen befreien, können wir dem, was ewig bestehen wird, nacheifern und selbst dazu werden. Das ist unvermeidlich. Das Universum bietet uns nur diese eine Entscheidung, Unbarmherzigkeit oder Tod.

Wir stehen ein gegen die fatale Lüge, dass eine Welt, die auf Verhaltensregeln beruht, sich jemals gegen die Handlungen der wirklich Freien behaupten kann. Das ist die Sklaverei des Reisenden, die Sünde der Schöpfung, die Arbeitskraft auf die Errichtung falscher Formen verschwendet.

Wer auch immer uns bekämpfen möchte, sollte dies mit allem tun, was ihm zur Verfügung steht, mit all seinen Regeln und Gesetzen. Wir werden unsere Argumente beweisen.

XLVIII: aiat, aiat, aiat, aiat, aiat

XLVIII: aiat, aiat, aiat, aiat, aiat 15

Vers 5:6 — aiat, aiat, aiat, aiat, aiat

Alles ist gut. Aiat: Was im Krieg liegt, ist gesund, was im Frieden ruht, ist krank.

Mein Sohn Crota speist mich mit viel, wirklich sehr viel Tribut. Mein Geschlecht ist stark, mein Wurm ist riesig und genährt, und mit dieser Gewissheit kann ich mich dem Studium und der Verbindung mit der Tiefe widmen. Je mehr Geheimnisse ich erfahre, desto mächtiger werde ich; je mehr meine Macht wächst, desto mehr kann ich sie nutzen, um noch mehr zu Geheimnisse zu lernen. Aiat: Es soll kommen, was geschehen muss.

Ich frage mich, ob meine Schwestern ihre eigenen Geheimnisse haben. Wenn meine Macht ihre übersteigt, kann ich sie für immer töten und ihre Throne vereinigen. Doch ich glaube, dass sie während der Zeit der Trennung eine Stärke entwickelt haben, die sie vor mir verbergen. Aiat: Die einzig bedeutsame Beziehung ist der Versuch, sie zu zerstören.

Savathûn fragt, ob ich genauso ein Sklave der Tiefe bin wie meine Besessenen. Sie fragt, welchen Preis ich für meine Macht bezahle. Ich bin nicht besessen. Die Schar ist nicht die Tiefe. Die Tiefe will nicht, dass alles gleich ist. Sie will Leben, starkes Leben, Leben, das frei geführt wird, ohne eine Welt von Regeln, die es vor der Realität abschirmen. Wenn ich meine Besessenen erschaffe, bringe ich sie der Perfektion näher, ich heile ihre Wunden und verbessere ihre Stärken. Dies ist gut. Aiat: Das einzig Richtige ist die Existenz, das einzig Falsche die Nicht-Existenz.

Ich bin Oryx, der Erste Navigator, der König der Besessenen. Aiat: Lass mich sein, wer ich bin, denn etwas anderes zu sein, wäre tödlich.

XLIX: F&#252;r immer und eine Klinge

XLIX: Für immer und eine Klinge 15

Vers 5:7 — Für immer und eine Klinge

Ich wollte zum Fundament zurückkehren. Erfahren, was aus der Gotteswelle geworden ist und aus den Wolfram-Monolithen und aus den Kontinenten, die alles sind, was von der einstigen Heimat meines Volkes noch übrig ist.

Doch ich weiß, was aus all dem geworden ist. Es wurde zu mir. Ich bin der Erbe des Fundaments, der unsterbliche Nachkomme des Zehn-Jahres-Krills. Eines habe ich mich gefragt: Wie soll man nur lange genug im Universum leben können, um es zu verstehen?

Und ich habe die Antwort erfahren, die hier in diesem Buch niedergeschrieben steht. Ich habe erfahren, dass ich zum Unbarmherzigsten von allen werden muss.

Ich weiß nicht, woher die Dunkelheit kommt, die die Tiefe ist, oder der Reisende, den ich jage. Doch ich will es herausfinden. Und ich werde es herausfinden.

Dies ist mein Erbe, mein Besitz: Ewigkeit, Unendlichkeit, das gesamte Universum unter meinem Schwert. Dies ist meine Herrschaft, für immer und eine Klinge.

L: Wurmfutter

L: Wurmfutter 15

Vers 5:8 — Wurmfutter

Was wird geschehen, wenn ich sterbe?

Diese Frage passt zu mir, denn ich bin ein großer Diener des Todes. Meine Töchter studieren die Natur des Todes, mein Sohn übt den Aufenthalt im Tod und meine große Aufgabe ist es letztlich, identisch mit dem Tod zu werden, zu sterben und durch diesen Tod zu leben, damit ich, wenn das Universum zum Nichts wird, ein Teil dieses Nichts bin. Besser ein grausames Universum und ein glückliches Ende als ein glückliches Universum ohne Hoffnung.

Ich bin schon viele Male gestorben, doch diese Tode waren nur vorübergehend.

Wenn meine Echos getötet werden und ich in der materiellen Welt getötet werde, kehre ich zurück zu meinem Thron, dem Grabschiff. Wenn mein Hof und mein Thron verlieren, wenn ich in meinem Thron gestellt und dort getötet werde, dann werde ich sterben. Meine Arbeit würde enden.

Dies ist der Pakt, an den ich gebunden bin, insbesondere durch meine Studien der Tafeln des Ruins und durch meine Verwendung der Macht der Tiefe. Jedes Mal, wenn ich diese Macht nutze, werfe ich mich selbst in die Waagschale, ich spiele mit meiner Seele. Damit sage ich: Hört gut zu, meine Götter, ich bin das mächtigste Wesen, das es gibt, und ich werde es beweisen.

Kürzlich habe ich festgestellt, wie sehr ich auf Crota und meine Töchter angewiesen bin, ja selbst auf meinen Hof. Wenn ich sie verlieren würde, würden meine Auslagen meine Einnahmen übersteigen, mein Tribut würde nicht mehr ausreichen, um meinen Wurm zu füttern. Aber so soll es sein - denn wenn ich sie verlieren würde, dann nur, weil sie nicht stark genug waren, und das würde mich zu einem schlechten Vater machen und zu einem schlechten König. Ich muss sie auf die Probe stellen und mit ihnen kämpfen, damit sie stark bleiben. Das ist mein Fluch.

Ich werde ewig leben. Ich werde alles verstehen. Es gibt nur einen Weg und das ist der Weg, den man sich selbst schafft. Aber man kann mehr als nur einen Weg schaffen.

Durchbrich die Gitter deiner Zelle. Schaffe eine neue Form, lass diese Form ihren Weg schaffen, finde die Gitter deiner Zelle, durchbrich diese Gitter, finde eine Form, lass die Form ihren Weg schaffen, verzehre das Licht, verzehre den Weg.

Wenn ich scheitere, möge ich als Wurmfutter enden.